erweiterte Suche
Döbeln Montag, 31.12.2012

Geplante Konzertfahrt endet tragisch

Bei einem Verkehrsunfall sind am Sonnabend zwei Seniorinnen getötet und eine verletzt worden. Die Polizei sucht Augenzeugen.

Von Reinhard Kästner

Die Döbelner Feuerwehr musste die verunglückten Frauen aus dem Auto herausschneiden. Zwei der drei Insassen überlebten den Aufprall auf die Ufermauer an der Staupitzstraße nicht.Foto: Dietmar Thomas
Die Döbelner Feuerwehr musste die verunglückten Frauen aus dem Auto herausschneiden. Zwei der drei Insassen überlebten den Aufprall auf die Ufermauer an der Staupitzstraße nicht. Foto: Dietmar Thomas

Tragisch endete der geplante Ausflug vor drei älteren Damen zu einem Konzert. Sie bestiegen am Sonnabend gegen 16.10 Uhr das Auto an der Terrassenstraße. Dabei bekam die 67-jährige Fahrerin des Nissan-Almera das Fahrzeug nicht unter Kontrolle. Es rollte ungebremst die stark abschüssige Straße hinunter und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Ufermauer an der Staupitzstraße.

Für die 85-jährige Beifahrerin kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Die auf der Rückbank sitzende 84-jährige Frau musste von der Döbelner Feuerwehr aus dem Auto herausgeschnitten werden. Dabei wurde das Dach des Nissan mit dem Spreizgerät abgetrennt, um die Verunglückte aus dem Auto holen zu können. Sie sollte mit dem Rettungshubschrauber nach Dresden in eine Klinik gebracht werden. Die Rettungskräfte kümmerten sich intensiv um die schwer verletzte Frau, doch auch sie verstarb noch an der Unfallstelle. Die Fahrerin des Autos hat den Unfall überlebt und wurde mit Verletzungen in die Döbelner Klinik gebracht. Vermutlich war sie angeschnallt und der Airbag hat ihr das Leben gerettet. Doch das müssen erst noch die Ermittlungen der Polizei ergeben, die noch andauern. Das Fahrzeug wurde an der Unfallstelle von Sachverständigen der Dekra begutachtet, wobei auch diese Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist.

Für die Döbelner Feuerwehr war es der 100. Einsatz in diesem Jahr. Die Wehr war mit vier Fahrzeugen und 16 Kameraden im Einsatz. Neben der Bergung der Unfallopfer mussten sie das Fahrzeug, an dem Totalschaden entstand, stromlos machen und den Steigerhausplatz für die Landung des Rettungshubschraubers, der aber nicht zum Einsatz kam, ausleuchten. Außer dem medizinischen Rettungsdienst waren auch zahlreiche Kräfte der Polizei im Einsatz. Die Staupitzstraße musste gesperrt werden.

Die Polizei sucht Augenzeugen des Unfalls. Diese können sich bei jeder Polizeidienststelle melden.