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Donnerstag, 14.09.2017

Geld für Umbau der Kita Waldspatzen

Die Lüttewitzer Kita ist zurzeit überbelegt. 2018 soll die Einrichtung erweitert werden. Die erste Hürde ist genommen.

Von Maria Fricke

Voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgt der Um- und Ausbau der Kita Waldspatzen in Lüttewitz. Bis dahin läuft der Betrieb mit einer Ausnahmegenehmigung.
Voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgt der Um- und Ausbau der Kita Waldspatzen in Lüttewitz. Bis dahin läuft der Betrieb mit einer Ausnahmegenehmigung.

© Dietmar Thomas

Döbeln. Grund zur Freude in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig: Der Jugendhilfeausschuss hat die Kita Waldspatzen im Ortsteil Lüttewitz als eine von vier Vorhaben ausgewählt, die in diesem Jahr von Fördergeld des Freistaates profitieren. Konkret bekommt die Gemeinde für die Schaffung von insgesamt zwölf neuen Plätzen im Bereich des Kindergartens rund 77 000 Euro vom Land Sachsen sowie einen Zuschuss vom Landkreis in Höhe von rund 7 700 Euro. Damit sind 60 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 153 000 Euro gedeckt. „Wie wir die restlichen 70 000 Euro aufbringen, ist zurzeit noch unklar“, sagt Immo Barkawitz (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde. Womöglich gibt es noch Fördergeld aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“.

Da die Finanzierung der Erweiterung der Kita noch nicht vollständig geklärt ist, könne auch noch kein Termin für die Umsetzung genannt werden. Fest stehe jedoch, dass der Um- und Ausbau mit Errichtung eines neuen Mehrzweckraumes sowie eines dritten Waschraumes für die zusätzliche Kindergartengruppe bei laufendem Betrieb erfolgen werde, so Barkawitz. Zurzeit arbeitet die Kita mit einer Ausnahmegenehmigung, da sie überbelegt ist. Die Einrichtung ist für 88 Kinder zugelassen, über 90 müssen von dem Team betreut werden.

Über 60 Bedarfe angemeldet

Die Zschaitzer Kita ist die einzige aus der Region, die von den Landes- und Bundesmitteln profitiert, die dem Landkreis für dieses und nächstes Jahr zur Verfügung gestellt worden sind. Konkret handelt es sich für 2017 um rund 800 000 Euro an Geld vom Bund, für 2018 gibt es rund 1,07 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“. „Die Mittel können nur für die Neuschaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen eingesetzt werden“, erklärt Volkmar Hanke, der zuständige Referatsleiter in der Kreisverwaltung. Die Vorhaben können höchstens zu 75 Prozent gefördert werden. Das Geld des Freistaates kann auch für die Neuschaffung von Hortplätzen eingesetzt werden. Rund 331 000 Euro stellt der Freistaat für 2018 zur Verfügung. Hinzukommen fast 13 000 Euro Ausgabereste, die im Vorjahr nicht verbaut werden konnten. Der Freistaat fördert Maßnahmen nur maximal zu 50 Prozent.

Im April hatte der Landkreis alle freien Träger von Kindereinrichtungen sowie die Städte und Gemeinden angeschrieben und darum gebeten, ihren Bedarf anzumelden. „Eingegangen sind 65 Meldungen für Bundesmittel in Höhe von rund 7,45 Millionen Euro sowie Landesmittel in Höhe von 3,82 Millionen Euro“, fasst Hanke die Umfrage zusammen. Zehn der geplanten Maßnahmen seien dem Bereich bedarfsnotwendige Neuschaffung von Plätzen zuzuordnen, so Hanke weiter. Neben Zschaitz wurden drei weitere ausgewählt, die Geld von Land und Bund erhalten. Dazu gehören eine Kita in Rochlitz sowie in Siebenlehn und der Neubau einer Kita in Freiberg, der oberste Priorität hat. Insgesamt sollen dort 120 Plätze in Kindergarten und Krippe entstehen. Fast die ganzen 1,07 Millionen Euro des Bundes für 2018 fließen in das Vorhaben.

Für 2019 und 2020 gibt es aus dem Bundesprogramm nochmals jeweils rund 1,07 Millionen Euro. „Die Bedarfsabfrage dafür erfolgt im Jahr 2018“, ergänzt Hanke.