Samstag, 16.02.2013

Geheimdienstoffizier und Richter bei Anschlägen im Irak getötet

Istanbul/Bagdad. Im Irak sind bei mehreren Bombenanschlägen mindestens zehn Menschen getötet worden. Unter ihnen ist auch ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter. Wie am Samstag aus Sicherheitskreisen hieß, kamen der Leiter einer Geheimdienstausbildungsstätte sowie drei Personenschützer ums Leben, als sich ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollpunkt der Armee in Tal Afar, westlich der nordirakischen Stadt Mossul, in die Luft sprengte. Die Behörden verhängten nach Angaben des Nachrichtenportals Sumaria News daraufhin eine Ausgangssperre in dem Ort.

Westlich von Mossul überlebte ein Offizier der Armee eine Explosion in der Nähe seines Hauses. Seine beiden Leibwächter starben nach Polizeiangaben. Bei einem Angriff auf ein Militärfahrzeug in der Stadt wurde laut lokalen Medien ein Soldat getötet. Bei einem Selbstmordanschlag an einem Militärstützpunkt ebenfalls in Mossul kam außer dem Täter niemand zu schaden.

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Im nordirakischen Tus Churmatu, rund 170 Kilometer von der Hauptstadt Bagdad entfernt, kam zudem ein Richter ums Leben, als eine in seinem Auto versteckte Bombe explodierte, wie Sicherheitsbehörden mitteilten. Sein Sohn erlitt Verletzungen.

Im Irak ist nach dem Abzug der US-Soldaten im Dezember 2011 wieder der alte Machtkampf zwischen der schiitischen Bevölkerungsmehrheit und der sunnitischen Minderheit ausgebrochen. Inzwischen gibt es fast täglich Anschläge. (dpa)

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