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Montag, 29.01.2018

„Gefährliche Engstelle für Radler“

Könnte im Zuge der aktuellen Bauarbeiten an der Hamburger Straße ein Radweg entstehen? Das fragt sich Volker Herold von den Grünen.

Von Britta Veltzke

Passt hier an der Hamburger Straße noch ein Radweg hin?
Passt hier an der Hamburger Straße noch ein Radweg hin?

© Sebastian Schultz

Riesa. An der Hamburger Straße wird gebaut. Die Hälfte der Straße ist gesperrt und deswegen nur in Richtung Merzdorf befahrbar. Der Hafenbetreiber SBO erneuert die Gleise, die parallel zur Straße verlaufen, sowie eine Stützwand. Das merken selbstverständlich nicht nur die Autofahrer, sondern auch Radfahrer wie Volker Herold von den Grünen.

Eine Aussage in einem SZ-Artikel der vergangenen Woche hat den Politiker irritiert. „Dort wird der Bauherr wie folgt zitiert: Statt zu sanieren, bauen wir jetzt eine neue Stützwand hinter die alte. Platz genug ist vorhanden.“ Von „genug Platz“ kann aus Sicht von Volker Herold keine Rede sein: „Die Hamburger Straße bildet in diesem Bereich eine sehr gefährliche Engstelle, insbesondere für Radfahrer.“ Dieser Zustand sei bei einer Radverkehrsveranstaltung mit dem ADFC im vergangenen Jahr mit Baubürgermeister Herrn Lindner diskutiert worden.

„Vom Baubürgermeister hieß es sinngemäß, dass das Problem bekannt, aber Änderungsmöglichkeiten absehbar nicht in Sicht seien, da der Bahndamm eine Verbreiterung der Straße für einen Radweg nicht zulasse. Jetzt wird aber geäußert, dass doch genug Platz vorhanden wäre.“ Für die Riesaer Radfahrer sei es schon interessant zu wissen, ob es im Zuge der Baumaßnahmen zu einer Verbesserung der Situation komme, so Herold: „Es wäre aus unserer Sicht fatal, die sich jetzt bietende Chance nicht zu nutzen.“

Der Hafenbetreiber aber verweist an die Stadt Riesa: „Wir als Hafenbetreiber realisieren einen öffentlichen Radweg nicht. Was nicht heißt, dass wir dagegen wären“, so SBO-Prokurist Gunto Mörer. Die Stadtverwaltung hat aus Sicht der Radfahrer keine positive Nachricht: „Nein, es ist keine Änderung an der Verkehrsanlage vorgesehen“, erklärt Stadtsprecher Uwe Päsler. Aber fragen kann man ja mal.