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Freitag, 05.02.2016

Gebäude stürzt in Goldmine

Mindestens 75 Kumpel sind im Schacht einer Goldmine gefangen. Rettungskräfte befreien sie. Doch drei Angestellte sind verschüttet und gelten noch als vermisst.

Die unterirdische Goldmine Lily liegt bei Baberton in Südafrika.
Die unterirdische Goldmine Lily liegt bei Baberton in Südafrika.

© Screenshot: Vantage Goldfields

Johannesburg. Nach einem Unglück in einer südafrikanischen Goldmine sind am Freitag noch drei Kumpel vermisst worden. Etwa 75 Minenangestellte konnten von Rettungskräften geborgen werden, nachdem ein technisches Gebäude und ein Schacht eingestürzt waren, wie ein Sprecher der Minen- und Bauarbeitergewerkschaft sagte. Zuvor hatte Manzini Zungu von bis zu 87 eingeschlossenen Mitarbeitern gesprochen.

Die Bergung der drei weiterhin eingeschlossenen Mitarbeiter, die sich in dem Gebäude befunden hätten, gestalte sich schwierig, sagte er. Bergbauminister Mosebenzi Zwane wollte noch am Nachmittag zur betroffenen Mine Lily bei Barberton in der Provinz Mpumalanga reisen, rund 350 Kilometer östlich von Johannesburg nahe der Grenze von Swasiland.

Der Eigentümer der Mine, Vantage Goldfields, gab zunächst keinerlei Informationen bekannt. Das Unternehmen verwies auf eine später zu erwartende Pressemitteilung.

Zuletzt waren Ende Januar vier Kumpel bei einem Unfall in einer Platin-Mine in Rustenburg nordwestlich von Johannesburg getötet worden. Im vergangenen Jahr kamen Regierungsangaben zufolge 77 Minenarbeiter ums Leben, sieben weniger als 2014.

Der Bergbau - insbesondere der Abbau von Platin, Gold und Diamanten - gehört zu den wichtigsten Industriezweigen Südafrikas.

Minister Zwane äußerte sich angesichts des Unfalls besorgt. „Wir rufen alle Beteiligten auf, weiterhin der Sicherheit erste Priorität einzuräumen“, erklärte er in einer Stellungnahme. „Es ist unabdingbar, dass jeder Bergbauarbeiter jeden Tag unverletzt nach Hause kommt.“ (dpa)

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