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Mittwoch, 27.02.2013

Gasgeruch an der Weinböhlaer Mittelschule

Nutzer der Turnhalle hatten am Montagabend die Feuerwehr alarmiert. Ursache war offenbar schlecht abgeleitete Abluft. Explosionsgefahr bestand nicht.

Von Sven Görner

Als die Freizeitfußballer am Montagabend die Turnhalle der Weinböhlaer Mittelschule verlassen, wollen sie nach der sportlichen Anstrengung eigentlich ein paar kräftige Züge frische Winterluft einatmen. Stattdessen dringt ein seltsamer starker Geruch in ihre Nasen: Gas – so die Vermutung. Gegen 20.30 Uhr rücken daraufhin etwa 20 Kameraden der Weinböhlaer Feuerwehr, Einsatzkräfte der Polizei und ein Spezialist des Gasversorgers Enso an. Während dieser sich mit einem Messgerät und größter Vorsicht auf die Suche nach der Ursache des Geruches begibt, bereitet sich die Feuerwehr auf einen möglichen Löscheinsatz vor. Schläuche werden ausgerollt und Atemschutztechnik angelegt. Die Polizei sperrt die Straße ab.

Schließlich steht fest: Die Quelle für den verdächtigen Gestank befindet sich offenbar in dem an die Turnhalle angrenzenden Heizungsraum. Da die gemessenen Werte sich noch nicht im kritischen Bereich befinden, wird die Tür vorsichtig geöffnet und der Gas-Haupthahn geschlossen. Nun können die Feuerwehrleute Lüfter aufstellen, mit denen sie den Austausch des im Heizungsraum befindlichen Luftgemisches beschleunigen.

Die genaue Ursache für den Geruch lässt sich am Montagabend noch nicht ermitteln. Allerdings hat der Hausmeister der Schule eine Ahnung. Schon mehrfach sei Abluft der Heizungsanlage statt ins Freie in den Raum gelangt. Vermutlich auch diesmal wieder.

Tatsächlich bestätigt sich gestern früh, dass offenbar Abgase aus einem nicht exakt anliegenden flexiblen Rohr in den Heizungsraum gelangt sind, sagt Lutz Heinl, der Bauamtsleiter der Gemeinde Weinböhla. „Trotzdem haben wir natürlich einen Wartungsmonteur alle Gasleitungen der Heizung prüfen lassen.“ Eine Schadstelle habe dieser nicht gefunden. Er ist froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. „Die Sportler haben alles richtig gemacht, es war gut, dass sie Alarm ausgelöst haben. Auch wenn die Sache offenbar nicht so problematisch war, wie zunächst angenommen.“

Die Enso bestätigte gestern auf SZ-Nachfrage diese Einschätzung des Weinböhlaer Verwaltungsmitarbeiters. „Es bestand keine Explosionsgefahr“, sagt Sprecherin Claudia Kuba. Die Konzentration des Luftgemischs habe nur ein Zehntel des kritischen Wertes betragen.Kommentar