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Montag, 25.09.2017

Garage in Hartha steht in Flammen

Auf dem Gelände der Hausschuhwerke hat es wieder gebrannt. 21 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Von Sylvia Jentzsch

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Dunkle Rauchwolken über Hartha: Die Schuhfabrik brennt.
Dunkle Rauchwolken über Hartha: Die Schuhfabrik brennt.

© Dietmar Thomas

  • Dunkle Rauchwolken über Hartha: Die Schuhfabrik brennt.
    Dunkle Rauchwolken über Hartha: Die Schuhfabrik brennt.

Hartha. Dicke Qualwolken steigen über dem Gelände der ehemaligen Hausschuhwerke auf. Das Gebäude, das ehemals der Werksfeuerwehr gehörte und in den letzten Jahren als Treffpunkt von den Mitgliedern des VW-Clubs genutzt wurde, steht in Flammen. 21 Feuerwehrleute aus Hartha, Gersdorf und Waldheim sind im Einsatz. Sie wurden 14.30 Uhr zu einem Gebäudebrand hinter dem Einkaufsmarkt Wreesmann gerufen.

„Als wir eintrafen, stand das Gebäude bereits im Vollbrand“, so Gemeindewehrleiter René Greif. Er kümmert sich darum, dass die Feuerwehrleute genügend Wasser zum Löschen haben. Das Wasser wird aus dem Löschteich entnommen. Die Feuerwehrleute haben mit Schläuchen eine sogenannte Löschwasserstrecke aufgebaut. Das Feuer wird sowohl vom Hubsteiger der Waldheimer Feuerwehr als auch frontal gelöscht. Dafür ist der Einsatz von Atemschutztrupps notwendig. Die Garage ist völlig vermüllt. Das erschwert die Löscharbeiten. Den Einsatz leitet Maik Wagner, stellvertretender Gemeindewehrleiter. „Wahrscheinlich hat es im Holzschuppen neben der Garage angefangen zu brennen. Der war noch voller Holz“, so der Einsatzleiter. Das musste auseinandergezogen werden, um die Brandherde völlig abzulöschen. In der Garage haben Anbauten an den Wänden, die einstürzten, die Löscharbeiten erschwert. Unter ihnen brannte es weiter, so Wagner. Der Radlader des Bauhofes kommt zum Einsatz, um die Teile aus dem Gebäude zu ziehen und die Löscharbeiten fortzusetzen. Bis etwa 17.30 Uhr sind die Feuerwehrleute vor Ort. Dann rücken sie ins Gerätehaus ein. Doch an Feierabend ist noch nicht zu denken. Die Geräte und Fahrzeuge müssen gereinigt und wieder einsatzbereit hergestellt werden.

Die Löscharbeiten der Feuerwehrleute werden am Nachmittag von einigen Schaulustigen beobachtet, die aber die Feuerwehr nicht behindern.

Am 4. September hatte ein weiteres Gebäude der ehemaligen Hausschuhwerke an der Sonnenstraße gebrannt. „Hier standen ein Teil des noch nicht eingestürzten Daches der Industriebrache und jede Menge Müll in Flammen“, sagte Maik Wagner. Weil keiner gewusst habe, was alles in dem Gebäude gelagert sei, wurde nur von außen und später von oben gelöscht. Denn die Waldheimer Kameraden rückten auch damals mit dem Hubsteiger an und übernahmen den Löschangriff aus der Höhe. Im Einsatz waren an jenem Montag acht Feuerwehrleute aus Hartha und sieben aus Waldheim. „Das ist bereits das zweite Mal in diesem Monat, dass uns die Waldheimer Feuerwehr unterstützt hat. Für die Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit bedanke ich mich“, so Wagner.

In dieser Woche sollen die Abrissarbeiten aller noch stehenden Gebäude der Hausschuhwerke beginnen. Die Mitarbeiter der Lengenfelder Recycling und Abbruch GmbH haben bereits einen Bauzaun aufgestellt. Ein Bagger ist ebenfalls schon auf dem Gelände. Es wird etwa zwei Monate dauern, bis von den Gebäuden nichts mehr zu sehen ist.

Weil sich die Industriebrache in einem sehr schlechten Zustand befindet, hatten die Räte den Abbruch beschlossen und den Auftrag in Höhe von 223 000 Euro an die Lengenfelder Firma vergeben. Ein Großteil der Kosten soll mit Geld aus dem Förderprogramm zur Brachflächenrevitalisierung finanziert werden.