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Freitag, 20.06.2014

G7-Finanzgipfel in Dresden

Finanzminister Schäuble hat die Stadt als symbolträchtigen Ort für erfolgreichen Wiederaufbau ausgesucht.

Von Peter Heimann

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Finanzminister Schäuble hat Dresden als symbolträchtigen Ort für erfolgreichen Wiederaufbau ausgesucht.
Finanzminister Schäuble hat Dresden als symbolträchtigen Ort für erfolgreichen Wiederaufbau ausgesucht.

© dpa/Montage: szo

Berlin. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen treffen sich im nächsten Jahr in Dresden. Das G7-Treffen findet nach Informationen der Sächsischen Zeitung vom 27. bis 29. Mai 2015 statt.

„Wie kaum eine andere deutsche Stadt steht Dresden für den erfolgreichen Wiederaufbau nach zwei Diktaturen und erfolgreichen Strukturwandel“, begründete Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seine Entscheidung für die sächsische Landeshauptstadt als Tagungsort. „Dresden ist ein symbolträchtiger Ort, um im G7-Kreis über die Stärkung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise zu beraten“, sagte der Minister der SZ: „Ich freue mich sehr darauf, die Partner im Mai nächsten Jahres im schönen Dresden willkommen zu heißen.“

Deutschland übernimmt am 1. Juli dieses Jahres bis Ende 2015 die Präsidentschaft der G7-Finanzminister aus den USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Auch die EU wird an den Beratungen vom 27. bis 29. Mai nächsten Jahres teilnehmen. Anfang 2015 übernimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel die G7-Präsidentschaft. Der G7-Gipfel findet im Juni im bayerischen Schloss Elmau statt.

Tagungsort der Finanzminister und Notenbankgouverneure wird das Residenzschloss am Dresdner Theaterplatz sein. Die Delegationen wohnen im Hotel Taschenbergpalais direkt gegenüber.

In die dreitägige Konferenz Tagung wird ein hochkarätig besetztes Symposium mit Wirtschaftswissenschaftlern integriert. Am 28. Mai findet ein Abendessen der Minister und Zentralbankchefs statt. Neben den rund 200 Tagungsteilnehmern wird auch eine große Zahl an internationalen Medienvertretern in der Landeshauptstadt erwartet.

Das letzte hochrangige politische Ereignis in Dresden fand vor fünf Jahren statt. Am 5. Juni 2009 besuchte US-Präsident Barack Obama die Stadt. Schätzungsweise 4.000 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) freute sich über die Wahl des Tagungsortes: „Dresden wird ein guter Gastgeber sein und sich den internationalen Gästen von seiner besten Seite zeigen.“

Seit 1975 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten einmal jährlich zum Wirtschaftsgipfel. Ein Strang der G7-Kooperation besteht in der Zusammenarbeit auf der Ebene der Finanzminister und Zentralbankgouverneure. Sie gründet sich auf die Erkenntnis, dass wirtschafts-, geld- oder handelspolitische Entscheidungen großer Länder angesichts der weltwirtschaftlichen Verflechtungen immer auch Auswirkungen auf andere Staaten haben.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 41 Kommentare

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  1. Justus

    Warum in Dresden? Weil man sich ziemlich sicher sein kann das an diesem Tagungsort der Finanzminister und Notenbankgouverneure keine Proteste stattfinden werden. In anderen Orten würden die Menschen auf die Straße gehen.

  2. Susi

    ziemlicher Blödsinn Justus. Alle werden nach Dresden pilgern und ein Chaos anrichten. Da kommste wieder ne Woche nicht in die Innenstadt weil alles gesperrt ist und zahlen kann wieder der Bürger dafür. Danke für die Ehre aber macht den SCH... woanders.

  3. Robby

    Also ich finde die Entscheidung sehr gut und vor allem die Begründung, dass Dresden wie kaum eine andere deutsche Stadt für den erfolgreichen Wiederaufbau nach zwei Diktaturen und erfolgreichen Strukturwandel steht sehr zutreffend. Und ganz nebenbei haben die permanenten Berufsdemonstranten hier doch direkt mal ein schickes Reiseziel, wenn sie wieder aus ganz Deutschland angekarrt werden.

  4. FM

    Genau, Justus. Und warum protestiert keiner? Weil jeder von vornherein alles Scheiße findet & lieber destruktiv nölt statt gegebenenfalls handelt. Gelle? Und dafür, dass die Tagung hier stattfinden soll, lassen sich sicher auch konstruktive - und nein, man glaubt es kaum - auch positive Aspekte finden.

  5. Jan

    Justus, sie brauchen keine Angst haben. Es wird Demos geben. Und dank der gut funktionierenden innereuropäischen Vernetzung der Autonomen und linksextremen Gewalttäter wird es auch ordentlich krachen. Erinnern sie sich noch an Genua?

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