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Freitag, 08.12.2017

Für drei Jahre kein Führerschein

Wegen Urkundenfälschung und anderer Delikte stand ein Waldheimer vor Gericht. Nicht zum ersten Mal.

Von Helene Krause

Symbolfoto
Symbolfoto

© Oliver Berg / dpa

Waldheim. Obwohl er keinen Führerschein hatte, kaufte sich ein 40-jähriger Waldheimer am 9. August 2016 ein gebrauchtes Auto. Um mit dem vom Vorbesitzer abgemeldeten Skoda fahren zu können, brachte er falsche Kennzeichen an. Deswegen und wegen weiterer Taten stand der Mann jetzt vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde ihm Urkundenfälschung, Fahren ohne Führerschein und ohne Haftpflichtversicherung.

Die Liste der Klagepunkte ist noch länger. Der Mann soll im April 2017 auf der Bahnhofstraße in Waldheim zweimal mit einem Kleinkraftrad gefahren sein. Auch dafür hatte er keinen Führerschein. Außerdem war das Kraftrad nicht haftpflichtversichert. Bei der zweiten Fahrt stand er unter dem Einfluss von Drogen.

Kennzeichen „gefunden“

Die Taten gesteht der Angeklagte. „Die Kennzeichen habe ich in einem verfallenen Bauerngut in Etzdorf gefunden“, sagt er. „Dort lagen sie massenweise herum.“ Angebracht hat er sie, um zu vertuschen, dass der Skoda abgemeldet war.

Vor Gericht ist der Waldheimer nicht unbekannt. 14 Einträge hat er im Bundeszentralregister, die meisten wegen Fahrens ohne Führerschein. Auch im Gefängnis war er deswegen schon. Die letzte Verurteilung wegen Fahrens ohne Führerschein erfolgte im März 2016.

Richterin Marion Zöllner verurteilt den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr. Diese wird auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt. Außerdem darf ihm die Führerscheinstelle für den Zeitraum von drei Jahren keine neue Fahrerlaubnis ausstellen. Als Bewährungsauflage muss er 800 Euro an den Verein Netz-Werk Mittweida, der in Döbeln die Tafel und die Möbelbörse betreibt, zahlen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.