sz-online.de | Sachsen im Netz

Füchse: Erst Kinderfest – dann Favoriten ärgern

Gegen Bietigheim braucht es 120 Prozent für Punkte, sagt der Co-Trainer. Am Freitag ist das aber nicht anders.

29.09.2017

rst Kinderfest – dann Favoriten ärgern
Füchse-Stürmer Anders Eriksson kommt immer besser zurecht. Der Schwede hat in den drei ersten Spielen immerhin schon vier Scorerpunkte gesammelt – je zwei Tore und Vorlagen.Foto: Gunnar Schulze

Eishockey, DEL 2

Löwen Frankfurt– FüchseFr.,19.30

Füchse – Bietigheim SteelersSo.,17.00

Die Lausitzer Füchse stehen vor einem Wochenende mit ganz schwierigen Spielen. Sie treffen am Freitag auswärts auf die Löwen Frankfurt, den amtierenden Zweitligameister, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist. Am Sonntag kommen dann die Bietigheim Steelers, Vorjahresfinalist und Vorgänger der Frankfurter. „Wir wissen, dass wir Außenseiter sind. Aber jedes Spiel fängt bei 0:0 an. Und wir haben auch im vergangenen Jahr in Frankfurt gezeigt, dass wir dort gewinnen können. Auch diesmal fahren wir mit diesem Ziel dahin“, sagt Füchse-Co-Trainer Robert Hoffmann. Gegen Bietigheim hoffen die Füchse auf eine volle Eisarena. Denn am Sonntag führen die Füchse einen Familientag durch. Vor der Eisarena stehen ab 14 Uhr zahlreiche Spielgeräte zur Verfügung. Dazu gehören eine große Hüpfburg mit Rutsche, Torwand schießen und auch ein sogenannter „Heißer Draht“ darf nicht fehlen. Außerdem wird auch eine Kinderstraße mit Bastel-und Schminkmöglichkeiten aufgebaut. Und selbstverständlich schaut auch das Füchse-Maskottchen vorbei. Er wird von Wuschel begleitet, dem Maskottchen der Waldeisenbahn. Um 17 Uhr beginnt dann das Heimspiel der Füchse gegen Bietigheim. Zu dieser Partie bieten die Lausitzer Füchse stark reduzierte Eintrittskarten für Kinder und Jugendliche an. In bestimmten Blöcken zahlen Kinder und Jugendliche nur vier Euro für einen Stehplatz und fünf Euro für einen Sitzplatz. Die Tickets dafür gibt es in der Geschäftsstelle und an der Abendkasse. Diese öffnet um 15.30 Uhr.

Rein sportlich wird es dann schwer aber nicht aussichtslos, gegen Bietigheim zu punkten. „Wir kennen deren Grundkonzept und wissen um ihre spielerische Klasse. Da müssen wir, wie auch in Frankfurt, 120 Prozent geben. Und so leichte individuelle Fehler dürfen nicht passieren“, sagt Hoffmann. Am Wochenende wird Jakub Kania fehlen, der unmittelbar vor dem Treffer zum 0:1 gegen Crimmitschau einen Stockschlag ins Gesicht bekommen und dabei einen Nasenbeinbruch erlitten hatte. Die Schiedsrichter hatten trotz des Blutes auf der Eisfläche auf den vorhandenen Videobeweis verzichtet, was den Unmut der Fans und der Füchse selbst nach sich zog. Im Nachhinein scheint es sowohl über die Anwendung des Videobeweises unmittelbar vor einem Tor und auch die Bewertung eines offensichtlich unabsichtlichen Stockfouls in der Liga noch Unklarheiten zu geben. Der Fußball lässt grüßen.

Fußball, Regionalliga Nordost

FC Oberlausitz Neugersdorf (11.) – SV Babelsberg (6.)Sa.,13.00

Weil eine englische Woche ansteht, bestreitet der FC Oberlausitz bereits am Sonnabend sein nächstes Heimspiel. „Mit den Babelsbergern haben wir einen harten Brocken vor der Brust,“ sagt Vragel da Silva. Spielerisch ist die Mannschaft eine der besten der Liga. Für den FCO heißt es, bis zum letzten Spielzug konzentriert zu bleiben. Diese Eigenschaft ging den Neugersdorfern am vergangenen Wochenende etwas ab. Bei allen drei Gegentoren bei Lok Leipzig sah die Hintermannschaft nicht gut aus. Dafür blieben die Oberlausitzer in dieser Spielzeit erstmalig ohne eigenes Tor. „Es war ein schlechtes Spiel von uns. Einerseits fehlte uns die Aggressivität in der Deckung, andererseits spielten wir uns kaum Chancen heraus, weil die Bälle zu oft nach vorn geschlagen wurden anstatt sie zu spielen“ war der Trainer nach der Partei in Leipzig enttäuscht. Dies soll nun am Sonnabend zu Hause besser werden. Im Vorjahr hielt sich der FCO gegen die Babelsberger in der Sparkassen-Arena schadlos, Milan Matula erzielte per Kopf das Tor des Tages.

Schlechte Nachrichten gibt es von der medizinischen Abteilung. Jaroslav Dittrich, der in Leipzig eingewechselt wurde, fällt nun nach überstandenem grippalen Infekt aufgrund einer Mandeloperation längere Zeit aus. Jordi Vidals Knie lässt einen Einsatz des Spaniers weiterhin nicht zu. Der Einsatz von Eric Träger ist wegen eines lädierten Sprunggelenks ungewiss, auch Dennis Blaser dürfte gegen Babelsberg noch nicht im Kader stehen (Muskelfaserriss). Dafür sind Can Sakar und Pedro Fagan wieder einsatzbereit. (jk)

Fußball, Landesliga

FV Eintracht Niesky (7.) – FC 1910 Lößnitz (2.) Sa.,15.00

Der Vorjahreszwölfte Lößnitz legte nach einem personellen Umbruch einen bärenstarken Saisonstart hin und liegt derzeit mit 13 Punkten aus sechs Spielen auf Rang zwei. Dabei schossen die Jungs aus dem Erzgebirge satte 22 Tore. Damit stellt man derzeit die stärkste Offensive der Liga. Allein Philipp Hauck traf bereits sechsmal und liegt somit auf Rang zwei der Torjägerliste. Am letzten Spieltag fegten die Lößnitzer die BSG Stahl Riesa mit 7:0 aus dem eigenen Stadion. Es kommt also eine echte Mammutaufgabe auf die Nieskyer Defensive zu. Ausgerechnet zu diesem Härtetest fehlen in der Defensive erneut Aaron Ritter (Urlaub) und David Preuß (Arbeit). Hinzu kommen die Verletzten Marcel Winter und Sebastian Richter. Uwe Kuhl und seine Jungs wollen nach bislang drei Heimniederlagen vor heimischem Publikum trotz der Außenseiterrolle mindestens einen Punkt einfahren. (tg)

Fußball, Landesklasse Ost

SV Fortuna Trebendorf (7.) – SV Rot-Weiß Bad Muskau (3.)So.,15.00

Die Vorfreude auf das Derby ist bei den Anhängern groß, zumal die Kräfteverhältnisse nicht so eindeutig sind. Trebendorf hat die ersten beiden Heimspiele gewonnen, sich beim dritten aber auskontern lassen und verloren. Den Fehler werden die Fortunen, die sich die verlorenen Punkte am vergangenen Wochenende in Weixdorf zurückgeholt haben, nicht noch einmal machen. Bad Muskau spielt fast schon gewohnt in der Spitzengruppe mit. Der makellosen Heimbilanz (drei Spiele, drei Sieg, 14:1 Tore) steht aber eine magere Auswärtsbilanz gegenüber (zwei Remis, eine Niederlage). Für Spannung dürfte also am Sonntag gesorgt sein. (fth)

Fußball, Kreisoberliga

Am Wochenende schaut alles nach Weißwasser, wo der Spitzenreiter VfB Zittau auf den Verfolger VfB Weißwasser trifft. Die Zittauer haben in den bisherigen sechs Spielen noch keinen Gegentreffer zugelassen, Weißwasser mit 20 Treffern (aus nur fünf Spielen) die meisten Tore geschossen. Sturmroutinier Stefan Beil (acht Treffer) und Axel Buder (7) führen die Torjägerliste an. Allerdings haben sich die Weißwasseraner bislang defensiv anfällig gezeigt (neun Gegentore). Beide Mannschaften haben bis auf ein Remis bislang alle Spiele gewonnen. Ob am Sonnabend eine Serie reißt?

Aus dem breiten Verfolgerfeld mit zehn Punkten auf dem Konto treffen in zwei Duellen vier Teams direkt aufeinander: Neueibau empfängt Rauschwalde, und am Sonntag treffen die Friedersdorfer auf Rietschen-See. Der Sieger dieser Duelle bleibt an der Spitze dran, der Verlierer rutscht erst einmal tief ins Mittelfeld ab. Holtendorf ist im Görlitzer Duell mit dem NFV Gelb-Weiß in der Favoritenrolle und wird bei einem Sieg Plätze in der Tabelle gutmachen. Gleiches trifft auf Großschweidnitz-Löbau (trifft auf Lok Schleife) zu. In Niesky kommt es zum Aufsteigerduell zwischen der Eintracht-Reserve und Germania Görlitz. Beide haben erst einen Sieg auf dem Konto, der Verlierer des Duells dürfte schweren Zeiten entgegengehen. Die will auch Obercunnersdorf vermeiden und braucht deshalb dringend einen Sieg über den FSV Kemnitz.