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Samstag, 07.10.2017 Kommentar

Frust statt Lösungen

Der Umgang der Stadt mit den Gefahren beim Radfahren verkenne die Dimension des Problems, kommentiert SZ-Redakteur Christoph Springer.

SZ-Redakteur Christoph Springer.
SZ-Redakteur Christoph Springer.

© Christian Juppe

Die Sicherheitssorgen, die in der Kommunalen Bürgerumfrage zum Ausdruck kommen, sind Thema für den Kriminalpräventiven Rat der Stadt. Das hat Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) am Donnerstag vor der Sitzung des Gremiums gesagt.

Deshalb ging es um die Sicherheit in Bus und Bahn und beim Radfahren. Die Diskussion hat gezeigt, dass die Verkehrsbetriebe weder in ihren Fahrzeugen, noch an den Haltestellen oder im täglichen Verkehrsgewühl ein echtes Sicherheitsproblem haben. Das soll Pöbeleien und Handgreiflichkeiten in Bus und Bahn oder die Unfallzahlen keinesfalls kleinreden.

Viel mehr beschäftigen die Dresdner aber die Gefahren beim Radfahren und fragwürdige Entscheidungen beim Straßenbau. Dass die Radfahrbeauftragte Nora Ludwig noch immer Einzelkämpferin ist und am Donnerstag auf verlorenem Posten stand, ist ein hausgemachtes Problem der Stadt.

Wenn dann aber noch der Moderator des Abends dazu auffordert, ein Thema mal „mitzunehmen“ oder in einen Prozess „einzuspeisen“, hinterlässt das nur frustrierte Diskussionsteilnehmer. Lösungen gab es nicht.

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