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Montag, 02.10.2017

Frischer Lack für Trabi „Robert“

Der Besitzer des 56 Jahre alten Autos bekommt fürs Auffrischen einen Zuschuss. Dafür löste er eine besondere Aufgabe.

Großer Bahnhof vergangene Woche bei Foto-Skalla in Bischofswerda: MDR-Reporterin Heike Leschner, Cornelia Lutze und Stefan Skalla (von links). Der MDR drehte während der Märchentour durch die Stadt ein Video fürs Internet.
Großer Bahnhof vergangene Woche bei Foto-Skalla in Bischofswerda: MDR-Reporterin Heike Leschner, Cornelia Lutze und Stefan Skalla (von links). Der MDR drehte während der Märchentour durch die Stadt ein Video fürs Internet.

© Foto-Skalla

Ringenhain. Mit einem Dumper erfuhr sich der Ringenhainer Mike Brandt das Geld, um den 56 Jahre alten Familien-Trabi auf Vordermann zu bringen. Der Lack am Trabant 500 braucht eine Auffrischungskur. Ebenso die Gummiabdichtungen und die Regenrinne. Deshalb bewarb er sich für die MDR-Radio-Aktion „Wünsche werden wahr“. Der 46-Jährige wurde gezogen, bekam seine Chance und löste die Aufgabe am Freitagnachmittag: Er gewann ein Dumperrennen gegen Radiomoderator Maik Teschner. Auf dem Sportplatz von Crostwitz, wo am Wochenende die Deutschen Dumper-Meisterschaften ausgetragen wurden, standen drei Disziplinen auf dem Programm: Einparken, Slalom fahren und ein Wettrennen. Das Einparken gelang Maik Teschner besser, aber in den anderen beiden Disziplinen hatte der Ringenhainer die Nase vorn. Allerdings nur ganz knapp. Eine Viertelsekunde entschied über den Sieg. „Einen Dumper zu fahren, ist schwer“, sagte Mike Brandt der SZ. „Aber es hat Spaß gemacht. Es war ein richtig schöner Männertag.“

Der Trabant ist ein Erbstück. Lucia Thomas, die Schwiegermutter von Mike Brandt, kaufte das Auto 1961. Für sie wurde das Fahrzeug zu einem echten Freund. Sie nannte es „Robert“. Der Fahrzeugveteran rollt noch heute. „Wir nutzen ihn gelegentlich für Familienausflüge am Wochenende“, sagt Mike Brandt. Er ist der Zweite in der Region Bischofswerda, der bei der Radioaktion, die am Wochenende zu Ende ging, gewann. Mithilfe mehrerer Bischofswerdaer konnte auch Cornelia Lutze aus Großröhrsdorf ihre Tagesaufgabe lösen. Sie trat an für neue Trikots für eine Handball-Nachwuchsmannschaft. (SZ)