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Dienstag, 13.02.2018

Freie Fahrt auf der Kötzschenbrodaer

Seit Montag ist die Strecke über den Seegraben wieder offen. Allerdings nur in eine Richtung.

Von Franz Dörsel & Nina Schirmer

Endlich geht es wieder schneller von Radebeul nach Dresden. Einige Autofahrer nutzten schon am Montag die neue Straße.
Endlich geht es wieder schneller von Radebeul nach Dresden. Einige Autofahrer nutzten schon am Montag die neue Straße.

© Norbert Millauer

Radebeul. So richtig herumgesprochen hatte es sich am Montag offenbar noch nicht, dass die Kötzschenbrodaer Straße wieder befahren werden kann. Seit den Morgenstunden rollte der Verkehr zwar wieder. Am frühen Nachmittag waren aber noch vergleichsweise wenige Autofahrer zwischen Serkowitz und Dresden unterwegs. Die Autos kamen schubweise, eine Zählung der SZ ergab rund 200 Fahrzeuge in der Stunde. Noch können Autofahrer aber nur in Richtung Dresden über den Seegraben fahren. Auf der anderen Seite wird immer noch gebaut und Baustellenfahrzeuge verengen die Fahrbahn. Stellenweise ist noch gar kein Asphalt auf der anderen Fahrbahn. Schon fertig sind dafür die neuen, frisch gepflasterten Gehwege. Die gibt es jetzt auf beiden Seiten der Straße. Fußgänger müssen nun nicht mehr halb in den Graben springen, wenn sie dort unterwegs sind und sich ein Lkw vorbeischiebt. Kurz vor den ersten Häusern von Serkowitz wurde außerdem eine Verkehrsinsel in der Mitte der Fahrbahn gebaut, damit Fußgänger sicherer über die Straße kommen. Neue Straßenlaternen sorgen für mehr Licht.

Seit Mitte Juli 2017 war die Kötzschenbrodaer Straße auf einer Länge von rund 400 Metern gesperrt. In den letzten Monaten wurden auch die Straßenabläufe neu gemacht und ein Regenwasserkanal gebaut. Außerdem mussten Medienleitungen neu verlegt, die Bordanlagen frisch gesetzt werden. Die Fahrbahn wurde glatt gemacht und der Damm hergerichtet. Zuvor war die Tragfähigkeit des ganzen Bauwerks beeinträchtigt, weil die Straße beim Hochwasser 2013 unterspült wurde. Risse und Wellen waren die Folge.

Für die Sanierung der Straße gab es Fördermittel aus der Hochwasserschadensbeseitigung des Freistaates. Der Wiederaufbau konnte damit zu 100 Prozent finanziert werden. Außerdem wurden die neuen Gehwege zu 80 Prozent gemäß der Richtlinie zum kommunalen Straßenbau gefördert. Den Rest zahlte die Stadt aus Eigenmitteln. Insgesamt waren Kosten von 815 000 Euro veranschlagt.

Bei bauoffenen Wetter werden die letzten Arbeiten Mitte März abgeschlossen sein, teilt die Verwaltung mit. Die Restleistungen, wie zum Beispiel Feldzufahrten oder Bordfugen, sind für Ende März vorgesehen. Die Fahrbahnmarkierungen werden im April aufgetragen.