erweiterte Suche
Dienstag, 06.02.2018

Frauen im Beruf: Selbstbewusst auftreten für mehr Erfolg

Schon vor Jahrzehnten wurde entschieden: Frauen müssen ihre Ehemänner nicht mehr um Erlaubnis bitten, wenn sie berufstätig sein wollen.

Bild 1 von 3

Frauen sollten sich selbst treu bleiben und ihre ganz eigenen Stärken zeigen. (Quelle: ernestoeslava (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Frauen sollten sich selbst treu bleiben und ihre ganz eigenen Stärken zeigen. (Quelle: ernestoeslava (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
  • Frauen sollten sich selbst treu bleiben und ihre ganz eigenen Stärken zeigen. (Quelle: ernestoeslava (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
    Frauen sollten sich selbst treu bleiben und ihre ganz eigenen Stärken zeigen. (Quelle: ernestoeslava (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
  • Selbstbewusste Frauen wissen genau, wie Zusammenarbeit gelingen kann. (Quelle: rawpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
    Selbstbewusste Frauen wissen genau, wie Zusammenarbeit gelingen kann. (Quelle: rawpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
  • Wer etwas für sich selbst tut, stärkt das Wissen um den persönlichen Wert. (Quelle: picjumbo_com (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
    Wer etwas für sich selbst tut, stärkt das Wissen um den persönlichen Wert. (Quelle: picjumbo_com (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Zweifellos ein Durchbruch in Sachen Frauenrechte, ist das jedoch noch lange nicht alles. Auch heute noch kämpfen Frauen um Gleichberechtigung im Beruf und fühlen sich häufig benachteiligt. Wer seine Frau stehen und sich im Job beweisen will, sollte daher einiges wissen.

Frauen müssen keine Männer sein

Im Berufsleben scheint es vordergründig so, dass Arbeitgeber zwischen Frauen und Männer keinen Unterschied machen. Wer jedoch tiefer in die Materie vordringt, wird dennoch einige deutliche Differenzen bemerken. Noch immer sind Führungsetagen hauptsächlich mit Männern besetzt, noch immer verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen und noch immer werden vor allem Mütter in ihrem Wunsch nach Karriere von mangelhafter Betreuung und Vorurteilen behindert. Das schafft eine Atmosphäre, in der die Konkurrenz zwischen Mann und Frau sehr deutlich zu spüren sein kann. In einer Umfrage gaben 84 Prozent der Frauen an, Männer würden zügiger befördert. Zeitgleich jedoch waren rund 72 Prozent der Überzeugung, dass berufstätige Frauen mehr Selbstbewusstsein haben und 69 Prozent sprachen sich sogar dafür aus, Frauen seien die besseren Chefs.

Dieses Ergebnis zeigt: Frauen wissen, dass sie im Berufsleben durchaus etwas zu bieten haben und sind mit der häufigen Ungleichbehandlung unzufrieden. Sie finden sich häufig in Situationen, in denen sie mit Männern verglichen werden und bekommen sogar den Tipp, sich schlichtweg „männlicher“ zu verhalten oder gar zu kleiden. In einem Interview der Zeit mit einer Expertin kommt dieses Thema ebenfalls zur Sprache. Hier wird deutlich, dass sich das Bewusstsein der Unternehmen im Umgang mit Frauen ändern muss.

Eine Änderung des Bewusstseins beginnt schon damit, die speziellen Vorzüge von Frauen im Berufsleben anzuerkennen. So sind Frauen tatsächlich weniger „männlich“ und fallen bisweilen durch ein geringer ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen oder auch andere Prioritäten auf. Das jedoch ist für Unternehmen kein Hindernis, sondern vielmehr eine Chance. Denn Frauen punkten zusätzlich zu ihrer oft sehr guten Ausbildung mit sogenannten „Soft Skills“, die sie im Rahmen ihrer Aufgabe als Mutter gewonnen haben, oder auch als Teil ihrer Persönlichkeit sehen. Solche Fähigkeiten sind beispielsweise

  • Empathie
  • Kompromissbereitschaft
  • Beziehungsorientierung
  • Kommunikativität
  • und ein besseres Stress- sowie Zeitmanagement.

Wer diese Vorteile erkennt, wird schnell lernen, dass Frauen in der Berufswelt mehr als nur Beiwerk sind, sondern maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beitragen können.

Tipps für ein selbstbewussteres Auftreten

All dieses Wissen ist jedoch nutzlos, wenn Frauen keine gute Meinung von sich selbst und ihren einzigartigen Fähigkeiten haben. Daher ist es immer wieder zu beobachten, wie sich Frauen bewusst zurücknehmen und ihren Kollegen bei Entscheidungen oder der Verteilung von Aufgaben den Vortritt lassen. Zu groß scheint die Angst, Anforderungen am Schluss doch nicht gerecht werden und den Arbeitgeber enttäuschen zu können.

Es gilt daher nicht, männliches Auftreten zu simulieren, sondern weibliches Selbstbewusstsein zu stärken. So bleibt die eigene Persönlichkeit erhalten, was ein authentisches Auftreten im Job fördert. Das wiederum hilft Frauen dabei, die richtigen Positionen zu finden und ihre Fähigkeiten dort gekonnt einzusetzen. Weitere Hilfestellung und Wissenswertes rund um dieses Thema finden Frauen im Magazin von happy-size.de.

Mehr Selbstbewusstsein ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft für Frauen im Job. Denn wie schon die Zusammensetzung des Begriffes verdeutlicht, handelt es sich hierbei um ein besseres Bewusstsein für eine eigene Person. Das bedeutet nicht nur, Fähigkeiten einschätzen zu können, sondern auch Grenzen zu erkennen und zu wahren. Insbesondere in der heutigen Arbeitswelt, die häufig von Stress geprägt ist, kann das Frauen vor unliebsamen Folgen wie Burn Out oder Depressionen schützen. Je stärker das Selbstbewusstsein einer Frau ist, desto klarer sind ihre Ansagen und desto größer fällt auch der Respekt aus, den Kollegen und Vorgesetzte ihr zollen.

Lohnt sich: In die eigene Person investieren

Immer wieder stellen sich Frauen jedoch die Frage, wie sich Selbstbewusstsein fördern und stärken lässt. Rückschläge im Job, Alltagsstress und andere Schwierigkeiten nagen schnell am Glauben in eigene Fähigkeiten und Potenziale. Ganz besonders wichtig für Frauen ist es daher, sich selbst gut zu tun und ihren eigenen Wert Schritt für Schritt zu erkennen.

Das kann schon im ganz gewöhnlichen Alltag beginnen. Eine Frau auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein muss zunächst erkennen, dass sie sich nicht klein machen muss und dass Investitionen in die eigene Person absolut lohnenswert sind. Wer regelmäßige Besuche bei Friseur oder Kosmetikerin bislang für nicht angemessen hielt, sollte das schleunigst überdenken. Hierbei geht es nicht darum, das eigene Aussehen „gesellschaftsfähiger“ zu gestalten, sondern immer wieder für Inseln des Wohlgefühls und des Sich-Gönnens zu schaffen.

Im Job direkt kann persönliche Investition auch den Mut zur Weiterbildung bedeuten. Frauen, die ihren Vorgesetzten ganz bewusst nach Schulungen oder anderen bildenden Maßnahmen fragen, sorgen für ein Vorankommen im Job. Mehr Kompetenz in bestimmten Fachbereichen kann dann dafür sorgen, dass Frauen im Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen und sich ihren Wünschen entsprechend betätigen können. Selbstverständlich braucht es hierfür auch einen Arbeitgeber, der bereit zur Unterstützung ist. Zeigen sich Vorgesetzte jedoch stets desinteressiert und stehen sie der Entwicklung ihrer weiblichen Angestellten sogar im Wege, könnte letztlich auch ein Wechsel gut tun.