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Samstag, 07.10.2017

Feuer verursacht Millionenschaden

Ein Verwaltungsgebäude brennt in Straubing bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden geht ist groß.

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Völlig ausgebrannt: Das ehemalige Jugendzentrum in Straubing
Völlig ausgebrannt: Das ehemalige Jugendzentrum in Straubing

© dpa

Straubing. Nach dem Brand eines frisch renovierten Verwaltungsgebäudes in Straubing in der Nacht zum Samstag geht die Polizei von mindestens fünf Millionen Euro Schaden aus. „Das Gebäude ist bis auf die Außenmauern niedergebrannt“, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Das ehemalige Jugendzentrum war als Erweiterungsbau des Straubinger Wissenschaftszentrums mit Büros und einem Hörsaal ausgestattet worden.

„Der Dachstuhl ist komplett ausgebrannt“, sagte Stadtbrandrat Stephan Bachl am Samstagmorgen. Erdgeschoss und erster Stock des frisch renovierten, historischen Gebäudes seien vom Löschwasser beschädigt. Rund um das Gebäude unweit des Stadtzentrums lag auch am Morgen Brandgeruch in der Luft. Die Dachbalken waren verkohlt, Ziegel heruntergefallen. Etwa 150 Feuerwehrleute waren bis zum Morgen im Einsatz.

„Das ist bitter“, sagte Oberbürgermeister Markus Pannermayer (CSU) sichtlich betroffen. „Nicht nur wegen des historischen Gebäudes, sondern auch weil wir dringend die Flächen brauchen.“ Vier Millionen Euro habe der Freistaat in die Renovierung des einstigen Jugendzentrums gesteckt, sagte der Rathauschef. In wenigen Wochen hätte das Gebäude übergeben werden sollen. „Das wirft uns jetzt um Jahre zurück.“

Das Areal, auf dem das Feuer ausgebrochen war, ist Teil des „Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit“. Seit dem Frühjahr entsteht in der niederbayerischen Stadt ein 40 Millionen Euro teurer Neubau, in dem auf 8 000 Quadratmetern Fläche unter anderem Labors sowie ein weiterer Hörsaal untergebracht werden sollen. In Straubing werden drei neue Studiengänge etabliert. Sie sollen vom 1. Oktober an das bisher dort bestehende Lehrangebot im Bereich nachwachsender Rohstoffe.

Zur Brandursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen im Dachstuhl ausgebrochen. Weitere Details wollten die Ermittler am Samstagmorgen nicht nennen.

Erst im November des vergangenen Jahres waren in Straubing Teile das historischen Rathauses abgebrannt. Das Feuer hatte den Dachstuhl und den Saal des mehr als 600 Jahre alten Gebäudes getroffen. Der entstandene Schaden belief sich auf rund zwei Millionen. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Berg

    Man erkennt, dass es in dem Dachboden keine Brandmauern gibt - ein unverzeihlicher Baufehler, den die Genehmigungsbehörden hätten bemerken müssen. Dann hätte sich der Brand möglicherweise nur auf einen Teil bezogen. - Zweitens solten mal die verwendeten Wärmedämmmaterialen innen genannt werden, die nämlich auch nicht immer unbrennbar sind. Auf alle Fälle sollten Lehren gezogen werden für andere Objekte.

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