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Montag, 12.02.2018

Festung büßt Besucher ein

Im Vorjahr kamen weniger Gäste auf den Königstein. Von einer bestimmten Gruppe allerdings mehr.

Der Weihnachtsmarkt ist ein Besuchermagnet auf der Festung Königstein.
Der Weihnachtsmarkt ist ein Besuchermagnet auf der Festung Königstein.

© SZ-Archiv

Königstein. Im vergangenen Jahr besuchten rund 476 500 Gäste die Festung Königstein. Damit kamen knapp 16 700 Besucher weniger als 2016. Die Zahlen gab Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung Königstein gGmbH, zum Jahrespressegespräch Anfang Februar bekannt. Gründe für den Rückgang gibt es laut Taube mehrere.

Zum einen führt sie die Baustellen auf der B 172 an, die während des Sommers 2017 für ordentlich Staus in Pirna sorgten. Busunternehmen hätten dann die Festung aus dem Programm genommen, weil sie zeitlich nicht mehr planen konnten, erklärt Festungssprecherin Kerstin Keil.

Einbüßen musste die Festung auch wegen des Sturms Herwart. Als der Sturm über die Sächsische Schweiz tobte, wurde die Festung zur Sicherheit geschlossen. Normalerweise verzeichnet man dort an einem Sonntag mit gutem Wetter mehrere Tausend Besucher, so Keil. Und auch dass der Weihnachtsmarkt nur an drei statt vier Wochenenden stattfand, habe sich bemerkbar gemacht.

Ein Plus konnte die Festung hingegen bei den ausländischen Besuchern vermelden. 2017 lag der Anteil nichtdeutscher Besucher bei 28,5 Prozent. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Die meisten kamen aus Tschechien. Einen Anstieg gab es bei Gästen aus Russland, die damit die polnischen Besucher auf Platz zwei ablösten. Russische Gäste würden über Prag anreisen und bevor sie nach Dresden fahren auch die Festung besuchen. Einen Zuwachs gab es auch bei den Familien und Schulklassen. (SZ/kk)