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Mittwoch, 15.11.2017

Festbier wird Zittauer Bürgerbräu

Das Festbier für die Oberseifersdorfer 750-Jahr-Feier kam beim Fest so gut an, dass es weiter produziert wird. Allerdings unter anderem Namen.

Von Dietmar Rößler

Die Geschäftsführerin der Privatbrauerei Eibau, Julia Böhmer, zeigt das Zittauer Bürgerbräu.
Die Geschäftsführerin der Privatbrauerei Eibau, Julia Böhmer, zeigt das Zittauer Bürgerbräu.

© Rafael Sampedro

Oberseifersdorf/Eibau. Ganzseitige Werbeanzeigen im Zittauer Stadtanzeiger und auch im Mittelherwigsdorfer Amtsblatt verkünden: „Seierschdurfer Festbier wird Zittauer Bürgerbräu.“ Das klingt gut für die Oberseifersdorfer. Sie freuen sich, dass das Festbier, das eine „Verkoster-Delegation“ am Gründonnerstag in der Eibauer Privatbrauerei unter „Körpereinsatz“ aus drei Sorten ausgesucht hatte, nun nicht nur zu ihrer gelungenen 750-Jahr-Feier ausgeschenkt wurde. Als „Zittauer Bürgerbräu“ wird es jetzt das leckere Getränk weiter geben. Auf der anderen Seite freuen sich die Anhänger eines Bieres, das als „Zittauer Bürgerbräu“ schon Anfang der 90er Jahre in einer damals ambitioniert startenden „Brauerei-Gaststätte“ in der Weinau entwickelt wurde.

Seit dem Jahr 2008 wird es in Eibau gebraut – und beispielsweise als Fassbier in Zittauer Gaststätten im „Dornspachhaus“ gerne getrunken. Als Flaschenbier gibt es das Getränk derzeit allerdings nicht. Aber das Inserat in den Amtsblättern zeigt eine Flasche. Einen Hinweis, wie das „Seierschdurfer Festbier“ denn nun zum „Zittauer Bürgerbräu“ wird, enthält es allerdings nicht. Vor allem, ob dieses Bier nun kurz vor dem Gründonnerstag 2017 oder schon Anfang der 90er Jahre entstanden ist.

Julia Böhmer, Geschäftsführerin der Eibauer Brauerei klärt den Sachverhalt auf: Tatsächlich hat man den Erfolg des „Seierschdurfer Festbieres“ zum Anlass genommen, das Bier künftig auch als Flaschenbier anzubieten. 4250 Liter wurden in drei Festtagen im August in Oberseifersdorf ausgeschenkt.

Nun wird der bewährte Name „Zittauer Bürgerbräu“ wiederverwendet. Das Bier allerdings hat mit dem ursprünglichen Bier dieses Namens nichts mehr zu tun. Die Brauerei will das erfolgreiche Dorfjubiläum als „Rückenwind“ für den Neustart des Bieres in der Flasche nutzen. Mit neuer Rezeptur. Oberseifersdorf kann sich freuen, dass „sein Bier“ bleibt. Und Zittau hat wieder eine eigene Biermarke in der Flasche.

Ob es 1992 oder erst 2017 zum ersten Mal 100-prozentig so schmeckte, dürfte Oberlausitzer Biergenießern möglicherweise egal sein. Dass es schmeckt, hat sein Erfolg Ende August in Oberseifersdorf bewiesen.