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Dienstag, 12.09.2017

Fest des Schauens

Kleinformatige Lustbarkeiten präsentiert derzeit die Dresdner Galerie Mitte.

Blick in die aktuelle Sommerausstellung der Galerie Mitte. | Foto: PR
Blick in die aktuelle Sommerausstellung der Galerie Mitte. | Foto: PR

Die heiter-launige Sommerausstellung vereint über 250 Arbeiten von 56 Künstlern zu einem Fest des Schauens. Zu sehen sind Druckgrafiken, Malereien, Zeichnungen, Objekte, Collagen, Keramik und Schmuck. Das Spektrum der Handschriften ist breit, Vertreter unterschiedlicher Generationen rücken zusammen. Man findet Erotisches, Monströses, Sarkastisches, Verträumtes, Liebliches und Fantastisches.

Im Reigen zwischen Werden und Vergehen wird fabuliert und geträumt, geliebt und gehofft. Selbst Spiegel fehlen nicht, die mit 24 Karat Dukatengold hinterlegt sind und die Schönheit eines jeden, der lustvoll hineinblickt, unterstreichen (Sabine Wenzel). Jürgen Wenzel wartet mit einer Reihe von tanzenden Fasanen, Hummer und Karpfen auf. Anton Paul Kammerer verwandelt das Material seiner Collagen zu sinnlichen „Kapriolen“, Paare sind vereint in liebevoller Liebkosung (Gudrun Trendafilov und Michele Cyranka). Christoph Winkler nimmt die Titel seiner Werke einfach mal wörtlich und so mutiert das „Laster der Kunst“ zu einem kleinen, wahrhaftig rollenden Laster mit erotischen Exerzitien bemalt. „Fremdfern dieser Welt“ träumt sich Wieland Richter in den Urkosmos hinein. Wolfgang E. Herbst Silesius‘ kleinformatige Hinterglasmalereien beschreiben „Zeus auf Brautschau“, die „Sachsen auf Reisen“ und des „Pudels Kernlosigkeit“ mit Hintersinn.

Das „Bestiarium“ von Gudrun Brückel, lässt den Betrachter lange verweilen. Viktoria Graf hat sich ganz auf den Titel der Ausstellung bezogen und verstrickt sich in „Sinneslüsten“. Gregor Kunz wartet auf mit kritischem Gegenwartsbezug in seinen Fotomontagen mit Collagen „Brot und Spiele“.

Der alten Technik der Encaustic huldigt Eveline Jahn. Kaleidoskopartig beschreibt sie die Welt in aus sich heraus leuchtenden Farben. Roland Staab fabuliert seine Figurenmenagerie in eine „festliche Lustbarkeit“ hinein. Und Steffen Fischer lässt nicht zu, dass Zeus als Schwan sich der Leda bemächtigt. KaWe

Service:

Was: Kleinformatige Lustbarkeiten

Wann: bis 30. September Di-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

Wo: Galerie Mitte, Striesener Str. 49, Dresden

Tickets: Eintritt frei