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Donnerstag, 05.10.2017

Feralpi-Chef rechnet mit weiteren Fusionen

Giuseppe Pasini blickt gelassen auf die geplante Hochzeit von Thyssen-Krupp und Tata – und sieht darin einen Trend.

Von Britta Veltzke

Giuseppe Pasini - er ist der Chef des italienischen Stahlkonzerns Feralpi Group, zu dem auch „Feralpi-Stahl“ in Riesa gehört.
Giuseppe Pasini - er ist der Chef des italienischen Stahlkonzerns Feralpi Group, zu dem auch „Feralpi-Stahl“ in Riesa gehört.

© Archiv/Schröter

Riesa. Der Chef des italienischen Stahlkonzerns Feralpi Group, zu dem auch „Feralpi-Stahl“ in Riesa gehört, sieht die geplante Fusion der Stahlriesen Thyssen-Krupp mit dem indischen Unternehmen Tata Steel gelassen. „Diese Zusammenlegung beeinflusst uns nicht. Wir haben andere Produkte“, sagte Giuseppe Pasini in Riesa, als das Unternehmen vergangene Woche seine aktuellste Nachhaltigkeitsbilanz vorstellte. Pasini hoffe als Europäer aber, dass der Hauptsitz in Europa bleibe.

Die Nachricht über die geplante Fusion hat den Italiener offenbar nicht sehr überrascht: „Der europäische Markt ist im Vergleich zu anderen Kontinenten immer noch sehr fragmentiert. Dies wird nicht die letzte Fusion von Stahlherstellern in Europa gewesen sein“, erklärte Pasini.

Gewerkschaften befürchten, dass durch den Zusammenschluss von Thyssen-Krupp und Tata Steel in Deutschland Stellen gestrichen werden und die Arbeiter Mitspracherecht einbüßen.