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Dienstag, 13.02.2018

Feinstaub-Alarm in Bautzen

Die Grenzwerte wurden in den vergangenen Tagen zweimal überschritten. Schuld daran hat ausgerechnet das schöne Winterwetter.

Mit solchen und ähnlichen  Messgeräten werden die Feinstaubwerte ermittelt.
Mit solchen und ähnlichen Messgeräten werden die Feinstaubwerte ermittelt.

© dpa

Bautzen. In Bautzen sind in den vergangenen Tagen deutlich erhöhte Feinstaubwerte gemessen worden. Wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie informiert, waren an zwei Tagen die Grenzwerte sogar überschritten worden. Laut Informationen der Behörde stecken dahinter einerseits die Wetterlage – aber auch Luftschadstoffe, die der Wind nach Sachsen geweht hat. Nach einem vorläufigen Höhepunkt am Freitag waren die Feinstaubwerte über das Wochenende allerdings schon wieder kontinuierlich zurückgegangen.

In Verbindung mit dem schönen Winterwetter hätten die Abgase vom Straßenverkehr, Heizungen und Industrie beinah überall in Sachsen die Feinstaubkonzentration in die Höhe getrieben. Der höchste Wert wurde in Görlitz mit 96 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm. In Bautzen waren an der Station an der Stieberstraße am Freitag 56 Mikrogramm gemessen worden.

Die Regeln der Europäischen Union sehen vor, dass die Feinstaubgrenze an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Andernfalls müssen die Behörden handeln. Denkbar sind beispielsweise Fahrverbote für Laster, aber auch die Einführung einer Umweltzone, wie es sie etwa bereits in Leipzig gibt. In diesen Zonen dürfen Autos ohne die grüne Plakette nicht mehr fahren. Das betrifft dann beispielsweise auch viele Dieselfahrzeuge. In Bautzen hatte es im vergangenen Jahr insgesamt 13 Tage gegeben, an denen der Grenzwert überschritten worden war. Die Obergrenze von 35 Tagen hat Bautzen unterdessen in noch keinem Jahr gerissen. (SZ/sko)