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Dienstag, 19.05.2015

Fast 1 850 Tote durch Kämpfe im Jemen seit März

Ein Junge läuft am 18. Mai durch die Trümmer eines durch saudische Luftschläge zerstörten Wohngebiets in Sanaa (Symbolfoto).
Ein Junge läuft am 18. Mai durch die Trümmer eines durch saudische Luftschläge zerstörten Wohngebiets in Sanaa (Symbolfoto).

© dpa

Genf. Die Kämpfe im Jemen haben bereits Tausende Opfer gefordert. Von Ende März bis zum 15. Mai seien dort 1 849 Menschen getötet und 7 394 verwundet worden, teilte das UN-Büro für Nothilfekoordinierung (OCHA) am Dienstag unter Berufung auf örtliche Behörden mit. Mehr als eine halbe Million Jemeniten seien vor den bewaffneten Auseinandersetzungen aus ihren Wohngebieten geflohen, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).

Während der am Sonntag beendeten fünftägigen Waffenruhe seien zwar Hilfsgüter ins Land gebracht worden, berichteten UN-Organisationen in Genf. Jedoch sei die Waffenruhe zu kurz gewesen und immer wieder missachtet worden, so dass bei weitem nicht genug Nahrung und Medikamente für Notleidende geliefert werden konnten, erklärte das Welternährungsprogramm (WFP).

„Durch die instabile Sicherheitslage konnten wir nur halb so viele Menschen erreichen wie geplant“, sagte die WFP-Direktorin für Jemen, Purnima Kashyap. Statt für rund 740 000 Menschen habe man jetzt Notrationen für knapp 400 000 ins Land bringen können. Zudem machten andauernde Kämpfe in vielen Gebieten die Verteilung der Hilfslieferungen unmöglich. (dpa)

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