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Fällarbeiten für Radweg beginnen im November

Zwischen Waldheim und Rochlitz soll ein Radweg entstehen. 2012 wurden die Voraussetzungen geschaffen.

06.10.2017
Von Sylvia Jentzsch

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Anfang des Jahres wurden auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofes Bäume gefällt. Es kam die Frage auf, ob die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Radwegebau oder dem Eigenheimbau stehen. Doch die Stadt wollte damals nur Ordnung rund um den Bahnhof schaffen. Nun sollen aber die Vorarbeiten für den Radweg in Kürze losgehen.

© Archiv/Dietmar Thomas

Hartha. In ein paar Wochen sollen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten Abschnitt des Radweges zwischen Waldheim und Rochlitz beginnen. Dabei handelt es sich um die 8,3 Kilometer lange Strecke zwischen Waldheim und Geringswalde. Der erste Teilabschnitt ist der Bereich zwischen Waldheim und Hartha. Das teilte Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage des Döbelner Anzeigers mit.

Das Baurecht sei jetzt hergestellt. Das heißt, alle betroffenen Träger öffentlicher Belange haben ihre Zustimmung zum Vorhaben gegeben. „Die Ausführungsplanung wurde begonnen und die losweise Ausschreibung vereinbart“, so Isabel Siebert. Das erste Baulos wurde bereits ausgeschrieben, sodass die Arbeiten im November beginnen können. Dabei geht es um die Freimachung des Baufeldes.

Das sah nach der Beräumung von Schienen und Schwellen auf der ehemaligen Bahnstrecke im Jahr 2012 (DA berichtete) sehr ordentlich aus. Nun ist es völlig verwildert – zum Unverständnis der Leute. Schließlich kostet es zusätzlich Geld, die Strecke vor dem Bau zu beräumen. Denn die Bäume und Sträucher müssen nun entsorgt beziehungsweise gefällt werden. Außerdem wurde festgestellt, dass in diesem Abschnitt Zauneidechsen leben. Die werden umgesiedelt. „Die Bauhauptleistungen sollen ab dem Frühjahr 2018 beginnen. Die Fertigstellung des Teilabschnittes ist 2019 vorgesehen“, so die Pressesprecherin.

Das Lasuv übernimmt die Planung, Finanzierung und Umsetzung des laut Planung vier Millionen Euro teuren Projektes. Die Kommunen, die an der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Waldheim und Rochlitz liegen, haben nach Aussage des Geringswalder Bürgermeisters Thomas Arnold alles dafür getan, damit der Radweg entstehen kann. Arnold ist für die Koordinierung zwischen den Kommunen und dem Lasuv zuständig. Die Städte und Gemeinden entlang der ehemaligen Bahnstrecke haben das Land gekauft und stellen einen Teil davon dem Lasuv für den Bau des Radweges zur Verfügung. Der Radweg von Waldheim nach Rochlitz soll zu einer 16 Kilometer langen Verbindung zwischen den beiden Radwanderwegen entlang der Zschopau und der Mulde werden.

Erster Schritt für die Entstehung des Radweges zwischen Waldheim und Rochlitz war die Zustimmung der an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden zur Entwidmung der ehemaligen Bahnstrecke. Das war im Jahr 2009. Bis Ende 2012 wurde der Bereich beräumt – Schienen und Schwellen abgebaut und ein Betonrecycling in den Boden eingearbeitet. Das hat alles der damalige Eigentümer der Strecke, die Firma Eisenbahn-Handelsgesellschaft, übernommen, die das Gelände von der Deutschen Bahn erwarb. Schon damals wurde vertraglich festgelegt, dass die anliegenden Kommunen das auf ihrem Gebiet liegende Gelände käuflich erwerben. Die Stadt Hartha gab dafür 20 000 Euro aus. Der Landkauf wurde im Herbst 2015 abgeschlossen.

Entstehen soll ein asphaltierter Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern plus je 50 Zentimetern beidseitigem Bankett“, so Isabel Siebert, Sprecherin des Lasuv.

Der Radweg von Waldheim nach Rochlitz würde über eine Strecke von insgesamt 20 Kilometern führen und eine Verbindung zwischen den beiden Radwanderwegen entlang der Zschopau und der Mulde sein. Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, zum Beispiel gefahrlos von Geringswalde nach Rochlitz oder nach Waldheim zu kommen. Den Radweg können auch andere Sportler wie Jogger, Inlineskater oder Walker sowie Spaziergänger nutzen.