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Samstag, 30.07.2011

Experte: ,Fahren Sie besser schlau durch den Stau‘

Mit dem Ferienbeginn in Bayern, NRW und Baden-Württemberg drohen heute und morgen Rekordstaus. Denn jetzt haben alle Ferien, zudem kommen schon die ersten Urlauber zurück. Der Dresdner Stauforscher Martin Treiber (49) sagt Ihnen, wie Sie am besten durch den Stau kommen.

Berlin/Dresden. Der Physiker der TU Dresden weiß: Autofahrer haben ihr Schicksal in einem Stau zum Teil selbst in der Hand. „Im Zweifel sollte man zunächst immer auf der Autobahn bleiben, auch wenn eine Verkehrsstörung gemeldet wird“, so Martin Treiber. Nebenstraßen seien nur dann ratsam, wenn sich der Auto-fahrer gut in der Region auskenne.

Der Stauforscher rät zu maximal einem Spurwechsel im Staubereich. Hineinfahren solle man auf der rechten Spur, da dort mehr Lücken vorhanden seien. Die linke Fahrbahn ermögliche dann am Stauende ein zügiges He-rausfahren, was zur rascheren Auflösung des Staus beitrage.

Mehr Spurwechsel sind demnach kontraproduktiv. Denn zum einen stören sie den Verkehrsfluss - neben einem hohen Verkehrsaufkommen und Engstellen wie Baustellen oder Ausfahrten der dritte Faktor für die Entstehung von Staus. Zum anderen fließt der Verkehr mal auf der einen und dann wieder auf der anderen Fahrbahn schneller. Statistisch betrachtet befindet sich jeder Fahrer für 60 bis 70 Prozent der Reisedauer stets auf der langsameren Spur.

Staus sind dem Forscher zufolge letztlich aber unvermeidbar. Denn allein die Zahl der Fahrzeuge, vor allem Lkws auf den Autobahnen, sorgen unausweichlich für Staus. Die aktuelle ADAC-Stauprognose fürs Wochenende: www.adac.de