erweiterte Suche
Donnerstag, 04.09.2014

Ex-Geheimdienstler warnen Merkel

12

Angela Merkel während der Eröffnungszeremonie des Nato-Gipfels in Newport, Wales, am 4. September.
Angela Merkel während der Eröffnungszeremonie des Nato-Gipfels in Newport, Wales, am 4. September.

© dpa

Washington. Vor dem Nato-Gipfel hat eine Gruppe ehemaliger US-Geheimdienstmitarbeiter eine Warnung an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichtet, nicht auf mögliche Fehlinformationen der Amerikaner über den Ukraine-Konflikt hereinzufallen.

„Die Vorwürfe einer großen russischen Invasion in der Ukraine scheinen nicht von vertrauenswürdigen Geheimdienstinformationen gestützt zu werden“, schrieben sieben pensionierte Ex-Regierungs- und Militärmitarbeiter in einem offenen Brief an Merkel, der jüngst veröffentlicht wurde.

Zu den Unterzeichnern gehört demnach auch William Binney, der bis Oktober 2001 als Technikchef für den Geheimdienst NSA arbeitete. Er war im Juli als Zeuge im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags aufgetreten. Die Autoren vergleichen die Vorwürfe des Westens gegen Russland mit der Argumentation der Amerikaner vor dem Irak-Krieg 2003. Die US-Regierung erklärte damals, die Iraker besäßen Massenvernichtungswaffen, was sich als falsch herausstellte.

Die von der Nato und den Amerikanern veröffentlichten Fotos russischer Truppen und Panzer in der Ukraine könnten falsch sein, meint die Gruppe, die sich „Geheimdienstveteranen für gesunden Menschenverstand“ nennt (Veteran Intelligence Professionals for Sanity).

Schon im Vorjahr habe US-Präsident Barack Obama fast Militärangriffe gegen Syrien geflogen, obwohl die Informationen „dubios“ gewesen seien, dass das Regime von Machthaber Baschar al-Assad Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt habe.

Die Autoren vermuten, dass die USA mit ihrem anti-russischen Kurs versuchen, die Aufnahme der Ukraine in die Nato zu befördern. Deshalb hätten sie auch im Februar einen „Staatsstreich“ in Kiew unterstützt. (dpa)

Leser-Kommentare

Seite 1 von 3

Insgesamt 12 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Sargnagel

    Na da kommen wir der Wahrheit doch langsam näher, die ukrainischen Horrormärchen sind doch was für kleine Kinder. Sollen die Russen mit der Ukraine doch machen was sie wollen, schlechter als in ihrem jetzigen durch und durch korrupten und verlogenem Staatsgebilde kann es den Ukrainern doch kaum gehen. Freiheit, was für eine leere Hülse, nicht mal hier im Westen gibt es wirkliche Freiheit, ohne Kohle geht auch hier nix. Rasmussen der Hetzer ist nun auch bald Geschichte, Gott sei Dank. Und Angela, bestehe auf die Einhaltung der Verträge, sonst ist unser Wort nix mehr wert. Den Amis glaubt doch niemand mehr, diese Kriegstreiber, und ich meine die Politiker, denn die normalen Amis wollen wie wir und die russische Bevölkerung nur in Frieden leben.

  2. es sind keine Freunde

    ... unglaublich, aber keinesfalls verwunderlich, was man hier liest. Dass den Amerikanern seit Jahrzehnten am wenigsten am friedlichen Zusammenleben der Völker gelegen ist- sondern man vielmehr immer "Interessen" gewaltsam durchdrücken will und dafür die Welt täglich belügt, bespitzelt und betrügt, ist leider hinlänglich bekannt. Es ist weiterhin erschreckend, das die flachen Parolen, welche man früher im Stabi- Unterricht hören durfte und worüber man gelacht hat zu einem großen Teil der Wahrheit entsprechen. Um so beschämender ist die Vasallentreue der hiesigen Politiker mit den sogenannten "Freunden" - die Parolen auf die "unerschütterliche Waffenbrüderschaft" hatten wir alle schon mal - nur eben damals zur rumreichen Sowjetunion

  3. beobachter

    Es ist beruhigend zu wissen, dass es im amerikanischen Geheimdiensteumfeld noch gesunden Menschenverstand gibt, auch wenn er auf Veteranen beschränkt ist. Für Europa muss man leider um so mehr zweifeln, dass Regierende und ihre beratenden Dienste internationale Konflikte noch realsistisch einschätzen können bzw. wollen.

  4. Martin H.

    Die "Geheimdienstveteranen für gesunden Menschenverstand" sind in Wahrheit "Geheimdienstveteranen ohne Menschenverstand". Das ist die Propagagandtruppe, die auch die "Informationen" zum Flugzeug-Abschuss in der Ukraine zum Besten gegeben hat. Darauf sind auch zwei SZ Korrespondenten hereingefallen. Und die Annexion der Krim Halbinsel haben wir uns auch nur eingebildet. Es gab auch keine russischen Soldaten ohne Abzeichen. Das waren alles Urlauber. Das Ungarn Memorandum in dem Russland die territoriale Integrität der Ukraine vertraglich zugesichert hat , wurde auch nie gebrochen. Russland war zu der Zeit noch keine 18 Jahre alt und deshalb sind solche Verträge ungültig. Das erste was im Krieg stirbt ist die Wahrheit. Seit dem Überfall von Russland auf die Ukraine ist Moskau im Kriegsmodus. Das merkt man an den "Nachrichten" die aus dieser Richtung kommen. Darauf fallen nur Leichtgläubige herein.

  5. S.K.

    ... wer hätte das gedacht .................

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 3

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.