Montag, 10.12.2012

EU-Außenminister treffen syrischen Oppositionsführer

Brüssel. Die Außenminister der 27 EU-Staaten sehen in dem ersten offiziellen Treffen mit dem Führer der Koalition der syrischen Opposition eine Aufwertung der Gegner von Staatspräsident Baschar al-Assad. „Dies ist ein klares Zeichen der Aufwertung der syrischen Koalition", sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle am Montag in Brüssel zum Treffen mit Oppositionschef Ahmed Muas al-Chatib. „Das ist eine Koalition, die die legitimen Interessen des syrischen Volkes vertritt. Und wir wollen dass dies auch anerkannt wird seitens der EU."

„Wir haben sie voll anerkannt. Und wir hoffen dass andere Länder das ebenfalls bei dem Treffen der Freunde Syriens am Mittwoch in Marrakesch tun werden", sagte der britische Außenminister William Hague über das Oppositionsbündnis. Er forderte die EU-Staaten zu mehr Hilfe für die Assad-Gegner auf. Derzeit liefere Großbritannien Kommunikationsgeräte, humanitäre Hilfe und biete Beratung an. Nach Ablauf des gerade um drei Monate verlängerten Waffenembargos müsse sehr sorgfältig überlegt werden, ob man „noch mehr tun" könne. Diplomaten sagten, damit seien Waffenlieferungen an die Opposition gemeint.

„Ich hoffe, dass der Schritt, eine Opposition zu gründen, die die nächste Regierung übernehmen könnte, dazu beiträgt, alle Syrer davon zu überzeugen, dass die Zeit für das Ende des Assad-Regimes wirklich gekommen ist", sagte der österreichische Außenminister Michael Spindelegger. Sein schwedischer Kollege Carl Bildt sagte: „Ich denke, dass es ein wichtiges Zeichen der Anerkennung ist, dass dieses Treffen (der EU-Minister mit al-Chatib) stattfindet." (dpa)

Drucken Empfehlen

  • Facebook
  • Twitter