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Dienstag, 19.01.2016 Wie richtig reagieren?

Erwartete Bewegungen im Aktienmarkt 2016

Die letzten beiden Jahre gingen an den Aktienmärkten nicht spurlos vorüber.

Bildtittel: Wie werden Aktien in 2016 performen? Erwartungen sind gedämpft, Schwankungen könnten weiterhin bestehen. | Quelle des Bildes: pixfly -255678919 / Shutterstock.com
Bildtittel: Wie werden Aktien in 2016 performen? Erwartungen sind gedämpft, Schwankungen könnten weiterhin bestehen. | Quelle des Bildes: pixfly -255678919 / Shutterstock.com

Schaut man sich den US-Amerikanischen Aktienmarkt in Form des Dow Jones Index an, so wird deutlich, dass Investoren sich nicht ganz sicher waren, ob der Markt überbewertet erscheint. Auch der DAX Index befindet sich aktuell auf demselben Niveau wie zu Anfang 2014.

Es herrschten viele Risiken, die auch in das Jahr 2016 hineinreichen dürften. Auf der einen Seite ist die stetig gestiegene Volatilität nichts Gutes für langfristige Anleger, denn wer in 2014 investiert hat, konnte sich vor den starken Schwankungen nicht retten. Auf der anderen Seite sind solche Schwankungen besonders für aktive und kurz- bis mittelfristige Anleger vorteilhaft.

Tabelle: Performance DAX und Dow Jones, Stand 11.01.2016 (Daten: http://www.boerse.de/indizes/)

Ist Trading die bessere Alternative?

Ob Trading im aktuellen Marktumfeld eine bessere Alternative als Anlegen darstellt, mag Auslegungssache sein. Langfristig im Sinne von 3-10 Jahren, muss das nicht unbedingt zutreffen, wie die Studie der Sutor Bank zur Marktperformance von Aktien deutlich macht. mit einem Anlagehorizont von maximal 2 Jahren, wären die letzten beiden Jahre definitiv keine gute Alternative gewesen. Zumindest dann nicht, wenn man sich in breiten Marktindizes aufgestellt hat.

Wer also in Derivate und breite Indizes investiert, sollte auf die aktuelle Marktlage schauen und diese genau analysieren. Kann erwartet werden, dass sich die Schwankungen weiterhin bis in das Jahr 2016 fortsetzen? Also, dass sich die Risiken zum Teil genauso bzw. sogar größer für die Märkte darstellen?

Welche Risiken spielen in 2016 eine Rolle?

Ausgehend vom Jahr 2015 können wir folgende Risiken identifizieren, die zu starken Schwankungen an den Aktienmärkten geführt haben:

1. Griechenland-Krise
2. Fallender Ölpreis/Rohstoffpreise
3. Crash an den chinesischen Börsen
4. Geldpolitische Entscheidungen

Bild: Vier Risiken dominieren 2015 die Aktienmärkte: Griechenland, Geldpolitik, Ölpreis und China | Bildquelle: Pixabay

Während in 2014 die Schwellenländerkrise und die Ukraine-Krise die Risiken darstellten und die EZB den Euro stark schwächte, fanden geopolitische Risiken in 2015 kaum Beachtung. Ob es in 2016 dabei bleibt, kann man nicht sicher beantworten. Sicher ist aber dass, sollten Konflikte zwischen Großmächten entstehen, es zu starken Schwankungen kommen könnte. Auch die Griechenland-Krise scheint wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

Der fallende Ölpreis nagt an der globalen Inflation und hat einige der kleineren Schwellenländer nahe des Abgrunds gebracht. Der Ölpreis leidet an einem Überangebot und an dem harten Wettbewerb der ölproduzierenden Länder. Und es sieht nicht danach aus, dass eins der Länder in naher Zukunft den Kürzeren ziehen möchte und damit das Angebot verknappt um den Preis zu stabilisieren.

Die chinesische Konjunktur kommt seit zwei Jahren nicht in Gang. Das Problem ist, dass die chinesische Wirtschaft in der Dekade davor noch die globale Lokomotive war und mit ihr versiegt nun ebenfalls der Motor der globalen Wirtschaft. Darüber hinaus befindet sich Land in einem strukturellen Umbruch.

Und genau dieser Umbruch forderte in 2015 und gleich zu Beginn des Jahres 2016 einige Opfer an den Aktienmärkten. Die chinesische Regierung versucht nicht nur eine auf den Konsum ausgerichtete Wirtschaft zu etablieren, sondern sich auch dem internationalen Kapitalmarkt anzupassen. Dabei möchte sie aber ihre Souveränität nicht aufgeben. Ein Fehler, denn internationale Investoren scheren sich wenig um Souveränität, sondern wollen Sicherheit.

Das Risiko eines weiteren Börsenabsturzes in China besteht also weiterhin auch in 2016, denn das Problem kann nicht einfach durch neue Interventionen gelöst werden, sondern wird nur aufgeschoben. Fällt der chinesische Renmibi (Yuan), was über kurz oder lang notwendig ist, werden sich Investoren vermehrt aus China zurückziehen. Das hat Auswirkungen nicht nur auf die chinesische Börse, sondern wie ersichtlich auch auf den europäischen Markt, siehe DAX.

Ein weiteres Risiko für Schwankungen, stellen geldpolitische Entscheidungen dar. Bereits in 2015 konnten Investoren erleben, wie Notenbanken und deren Mitglieder ihre Glaubwürdigkeit verspielten. Sowohl das FED als auch die EZB enttäuschten die Marktteilnehmer auf breiter Front, was sich in den Märkten bemerkbar machte.

Diese Risiken sind in 2016 weiterhin vorhanden, denn nach den Erfahrungen in 2015, weiß keiner mehr so genau wie Notenbanker auf Risiken ausgehend von China oder dem fallenden Ölpreis reagieren. Weitere Risiken, die in 2016 zu Schwankungen an den Aktienmärkten beitragen könnten sind:

5. Brexit (Großbritanniens Referendum zum Ausstieg aus der EU)
6. Russland (Die Verhandlungen um Russland-Sanktionen könnten sich im Laufe des Jahres verschärfen)
7. Flüchtlingskrise spitzt sich auf der politischen Ebene zu
8. Terror-Gefahr weitet sich aus


Wie reagiert man auf Schwankungen in den Aktienmärkten?

Risiken bedeuten immer, dass Aktienkurse fallen. Wie wir in 2015 gesehen haben führen nicht alle Risiken zu starken Schwankungen und selten zu einem gravierenden Bärenmarkt, zumindest was die breiten Marktindizes anbetrifft. Viele der besprochenen Risiken treffen jedoch unerwartet ein. Wie soll man sich da also schnell genug positionieren können?

Wertet beispielsweise die chinesische Notenbank PBOC den Yuan unerwartet ab, kann man schlecht darauf wetten, dass sie es am nächsten Tag wieder tut. Zu undurchsichtig sind die Beweggründe und Ankündigungen gibt es ebenfalls nicht.

Eine Möglichkeit ist es, nicht auf fallende Kurse zu spekulieren, sondern auf Erholungen, wie das Expertenteam von www.binaeroptionen.de empfiehlt. Denn je weiter ein Preis fällt, umso höher kann er danach wieder steigen. Wird das Risiko gleichzeitig als temporär eingeschätzt, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich neue Käufer finden und den Markt stützen.

Dabei sollte man sich auf technische Zonen, im Fachjargon Widerstände und Unterstützungen fokussieren. Diese geben Aufschluss darüber, wann ein Preis tief genug gefallen ist und der Kaufzeitpunkt aus risikotechnischen Gründen passabel ist. Wird dagegen eine wichtige technische Unterstützung gebrochen, so könnte man trotzdem auf weiter fallende Kurse spekulieren.

Mit binären Optionen nutzen Händler solche Ausbrüche durch den Kauf von Put-Optionen aus. Dabei investieren sie einen vorher festgelegten Betrag, während die Rendite ebenfalls feststeht. Die Rendite ist dabei unabhängig davon, wie weit der Kurs sich im Falle der Put-Option unter dem Kaufkurs befindet. Darüber hinaus sind binäre Optionen an eine Laufzeit gebunden. Läuft diese aus, wird die Position automatisch aufgelöst. Damit haben binäre Optionen eine Art Risikoschutz vor hohen Verlusten eingebaut.

Fazit- Risiken bestehen weiterhin in 2016

Die Risiken an den Aktienmärkten werden sich in 2016 weiter zeigen. Wer in den letzten beiden Jahren in Aktien investiert hat, war großen Schwankungen ausgesetzt. Kurz-bis mittelfristige Trader sollten den Markt in diesem Zeitraum um Längen geschlagen haben. Eine Variante an solchen Schwankungen zu partizipieren, stellt der Handel von binären Optionen dar. Besonders breite Marktindizes können mit binären Optionen gut gehandelt werden.

Zu beachten wäre dabei, dass Risiken und deren Auswirkungen auf Aktien nur schwer einzuschätzen sind. Es wäre daher empfehlenswert auf Erholungen nach Abklingen eines Risikos zu setzen und dabei den niedrigen Preis zu nutzen. Wer dennoch auf fallende Kurse setzen möchte, sollte sich über die technische Analyse dem Thema nähern.