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Pirna Dienstag, 08.01.2013

Erste Sperrung wegen Hochwasser

Der Elbpegel lag gestern bei deutlich über vier Metern. Laut Prognose soll sich die Lage nicht verschärfen. In Pirna droht allerdings Stau.

Von Christian Eissner

Der Elbeparkplatz in Pirna ist gesperrt. Foto: Daniel Spittel
Der Elbeparkplatz in Pirna ist gesperrt. Foto: Daniel Spittel

Den Pirnaer Elbeparkplatz trifft es immer zuerst. In Absprache mit der Feuerwehr hat die Stadtverwaltung Pirna die Brückenstraße und den Parkplatz auf der Altstadtseite gestern sperren lassen, weil er teilweise unter Wasser steht. Am Sonntagnachmittag hatte die Elbe am Pegel Schöna die Vier-Meter-Marke überschritten, die Hochwasser-Alarmstufe 1 wurde ausgerufen.

Gestern Nachmittag stand der Elbpegel bei 4,09 Metern. Nach Informationen des Landeshochwasserzentrums Sachsen ist heute mit einem gleichbleibenden bzw. leicht steigenden Wasserstand zu rechnen. „Weitere Straßen in Pirna müssen wahrscheinlich nicht gesperrt werden“, sagte Pirnas Wehrleiter Peter Kammel gestern auf SZ-Anfrage.

Allerdings: Schon die Sperrung des Elbeparkplatzes wir für Verkehrsprobleme in Pirnas Innenstadt sorgen, denn heute, von 7 bis 17 Uhr, ist planmäßig auch die Bahnunterführung in der Dohnaischen Straße dicht – aufgrund der Brückenbaustelle der Bahn. Wegen des Hochwassers kann der Verkehr nicht wie vorgesehen durch die Unterführung Badergasse und über den Elbeparkplatz umgeleitet werden. Wer vom Dohnaischen Platz Richtung Copitz will, muss die Bahnhofstraße nutzen.

Niederschlag soll nachlassen

Aufgrund des Dauerregens in den vergangenen Tagen sind auch die Pegel der Elbe-Zuflüsse wieder angestiegen. Die Wasserstände liegen laut Hochwasserzentrum oft knapp unterhalb der Alarmstufe 1. Vor allem bei den linkselbischen Zuflüssen sei ein Erreichen der Alarmstufe nicht ausgeschlossen. Mit einer Verschlimmerung der Hochwasserlage sei aber nicht zu rechnen, da in den Talsperren noch ausreichend Stauraum zur Verfügung stehe.

Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes werden die Niederschläge nachlassen. Im oberen Bergland sollen sie aufgrund sinkender Temperaturen wieder als Schnee fallen.

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