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Freitag, 25.11.2016 10:00 Uhr

Erste Hilfe braucht Auffrischung

© andre zelck

Gegen zehn Uhr hat man hier beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Löbau schon die ersten Unterrichtseinheiten hinter sich. Die Theorie vor allem im Bereich erste Hilfe ist dann erledigt. Quasi im qualifizierten Turboschritt, sagt Ausbildungsleiter Mike Schnitter. Aufgrund einiger lernpraktischer und konzeptioneller Änderungen, die es vor zwei Jahren im Bereich Erste Hilfe gab, steht die Praxis jetzt mehr im Fokus. Stabile Seitenlage herstellen, Verhalten beim Motorradunfall oder bei einer stark blutenden Wunde lassen sich auch wirklich besser an Hand praktischer Übungen erklären und erlernen. Wobei so ein Ausbildungstag für die DRK-Mitarbeiter wiederum auch schon um sieben beginnt. Da muss zum Beispiel der Schulungsraum eingerichtet werden, damit die Theorie wenn auch kurz, so aber doch auf einem hohen Niveau stattfinden kann. Die Teilnehmer an den Erste-Hilfe-Kursen beim DRK kommen aus ganz verschiedenen Richtungen. Wie eben auch Unfälle ganz unterschiedlich passieren können. 30 Prozent geschehen auf Arbeit, aber eben auch 60 Prozent im häuslichen oder Freizeitbereich. Vor allem die Betriebe müssen Erste Hilfe sicherstellen. Firmen im Baugewerbe haben als Priorität kleinere Verletzungen, aber es gibt auch Situationen, zum Beispiel was Notfälle im Pflegedienst betrifft, in der Schule oder im Supermarkt, und so sind eben auch die Teilnehmerkreise ganz unterschiedlich. Rund 2.500 Leute sind das übers Jahr. Dabei müssen die betrieblichen Ersthelfer aller zwei Jahre den Kurs verlängern, also zur Auffrischung kommen. Jeder Betrieb ist verpflichtet, einen oder mehrere Ersthelfer vorzuhalten. Die Berufsgenossenschaften fordern und bezahlen das auch. Für alle anderen sei das auch zu empfehlen, sagt Mike Schnitter.

Schulung jeden zweiten Samstag

In der Regel habe man ja einmal im Leben einen Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein. Da solle man schon einmal überlegen, ob hier der praktische Wissensstand noch aktuell ist. Sachen, wie die richtige Wiederbelebung im Notfall zum Beispiel vergesse man doch. Außerdem sei es doch einfach auch interessant, was die aktuelle medizinische Diskussion dazu sage.

Einen Zwang zur Wiederholung des Erste-Hilfe-Scheins gibt es wiederum nicht, aber das DRK bietet jeden zweiten Samstag im Monat eine Schulung an, wo sich jeder reinsetzen kann. Die Erfahrung zeigt, dass es da gutes Interesse gibt. Manche, die vor 40 Jahren den Führerschein gemacht haben, sagen, dass sie schon wissen möchten, wie das jetzt alles neu funktioniert. Die Erste-Hilfe-Auffrischungskurse behandeln querbeet verschiedene Themen. Erst letzte Woche gab es beim Löbauer DRK einen Samstagvormittag mit 15 Teilnehmern, die einfach begeistert waren vom medizinisch-technischen Fortschritt.

Breites Spektrum weiterer Kurse

Neben der Ersthilfe bietet das DRK Löbau auch noch eine ganze Reihe weiterer Aus- und Fortbildungen an. Spannend und neu für Privatleute ist dabei vor allem die „Nachbarschaftshilfe“, mit drei Kursen im Oberland. Hier geht es darum, dass pflegende Angehörige oder Nachbarn Handwerkszeug auch von der rechtlichen Schiene her mitbekommen. Eine Pflegedienstexpertin leitet das. Andere Kurse beim DRK behandeln Kindernotfälle, Sanitätsausbildung für die ehrenamtlichen Sanitäter im Katastrophenschutz. Auch Wasserwacht, Rettungsschwimmer und sogar Schulungen bei der Hundestaffel, wie man dem vierbeinigen Freund des Menschen helfen kann, sollte der selbst einmal in Not geraten, gehören dazu.

DRK-Kreisverband Löbau e.V.

02708 Löbau | Äußere Zittauer Straße 47a

Tel. 03585 85098-0 | Fax: 03585 85098-13

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