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Dienstag, 27.03.2018

Erste Hilfe bei Nackenschmerzen

Gerade nach dem Aufstehen oder nach einem langen Arbeitstag leiden viele Erwachsene an Nackenschmerzen. Dabei ist der Hals steif und nicht mehr voll beweglich.

Bildautor: Daniel Köchli / Schweiz
Bildautor: Daniel Köchli / Schweiz

Vielmals begleiten Schmerzen im Schulterbereich und im Arm die Nackenschmerzen. Diese können durch verspannte Muskeln und durch eine Überlastung entstehen. Gegen die Schmerzen nehmen viele Betroffene gängige Schmerzmittel mit mehr oder weniger gutem Erfolg ein.

In vielen Fällen handelt es sich nicht nur um kurzweilige Nackenschmerzen, sondern um das HWS-Syndrom. Das Halswirbelsäulen-Syndrom tritt akut auf und kann auch ein chronisches Leiden werden. Eine frühzeitige Behandlung ist daher empfehlenswert. Neben den gängigen Behandlungsmethoden soll laut Studien zufolge auch Cannabis als Medizin gegen Schmerzen beim HWS-Syndrom helfen. Allerdings sind Nackenschmerzen nicht direkt bedrohlich, sodass eine genaue Unterscheidung und Diagnose wichtig sind.

Ursachen von Nackenschmerzen

Die Muskeln im oberen Bereich halten einiges aus, bis es zu starken Nackenschmerzen oder zu einem steifen Hals kommt. Zu den bekanntesten Gründen für Schmerzen im Nackenbereich gehören eine körperliche oder psychische Überlastung. Neben einer falschen und verkrampften Körperhaltung beispielsweise am Arbeitsplatz, können vor allem auch bei Stress die Symptome sehr häufig auftreten. Daneben kann auch der Verschleiß als Alterserscheinung ein Grund für die Schmerzen sein. Wichtig ist eine rasche Behandlung, damit die Nerven kein Schmerzgedächtnis entwickeln.

Das HWS-Syndrom und die häufigsten Symptome

Stärkere Beschwerden in der Nackenregion werden als Halswirbelsäulen-Syndrom bezeichnet. Darunter werden alle Beschwerden zusammengefasst, die mit der Halswirbelsäule in Zusammenhang stehen. Schmerzen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich des Nackens, der Schulter und des Arms gehören somit zum HWS-Syndrom. Unterschieden wird noch in chronische oder akut auftretende Beschwerden. Zu den Symptomen gehören häufig auch Kopfschmerzen, ein Schwindelgefühl und Ohrensausen. Einige der möglichen Ursachen sind verspannte und verhärtete Muskeln, posttraumatische Ursachen nach Unfällen sowie Verschleißerscheinungen im Alter.

Die Schmerzen beim HWS-Syndrom sind nicht zu unterschätzten. Betroffene greifen daher in vielen Fällen zu mehr oder weniger starken Schmerzmitteln. Ein großes Problem der Schmerzmittel ist aber der Effekt der Gewöhnung. Die Dosis muss daher immer weiter erhöht werden, sobald einmal die Gewöhnung eintritt. Anders ist der Effekt bei Cannabis als Medizin zu bewerten. Denn bei medizinischem Cannabis erfolgt kein Gewöhnungseffekt, da die Dosis im Laufe der Zeit nicht weiter für eine Hilfe gegen den Schmerz erhöht werden muss.

Die beste Behandlung von HWS-Syndrom

Ideal ist natürlich eine Vorbeugung gegen die Schmerzen, sodass eine weitere Behandlung nicht erforderlich wird. Nicht immer können die Schmerzen im Nackenbereich verhindert werden. Doch wenn die Überlastung der Muskeln minimiert und die falsche Haltung geändert wird, kann schon ein guter Erfolg erzielt werden. Die typische gebeugte Haltung des Nackens beim Blick auf das Smartphone kann die Beschwerden übrigens ebenfalls auslösen. Falls die Schmerzen vorhanden sind, hängt die Behandlung immer von der Ausprägung ab.

Schmerzmittel oder noch besser medizinisches Cannabis helfen gegen die teilweise sehr starken Schmerzen. Wärme und eine vorsichtige Dehnung können genau wie gezielte Entspannung helfen. Stress sollte vermieden werden. Darüber hinaus ist es oft sinnvoll, die Haltung professionell überprüfen zu lassen und eventuell einen Chiropraktiker aufzusuchen. Wichtig ist eine Überprüfung, ob es sich um kurzzeitige oder um stets wiederkehrende Schmerzen handelt.