erweiterte Suche
Montag, 02.10.2017

Erste Grippekranke in Dresden

Von einer drohenden Welle will das Gesundheitsamt nicht sprechen. In den Arztpraxen kann man sich bereits gegen Influenza impfen lassen.

Von Sandro Rahrisch

© dpa

Dresden. Der Sommer ist gerade erst vorbei, da breitet sich schon die Grippe aus. Im September sind vier Fälle in Dresden gemeldet worden, teilt das Gesundheitsamt der Sächsischen Zeitung mit. Über den Sommer erkrankten zwar ebenfalls Menschen. Da waren es aber vier Fälle in vier Monaten. Betroffen waren im September Patienten im Alter von 18 bis 72 Jahren. Das Gesundheitsamt spricht von Einzelfällen. Eine Ansteckung untereinander habe nicht stattgefunden. Die Erkrankten haben sich vermutlich in Deutschland infiziert. Ein Zusammenhang mit einem Auslandsaufenthalt konnte zumindest nicht hergestellt werden, so die Behörde.

Eine Grippewelle ist damit zwar nicht in Sicht. In den kommenden Wochen dürfte die Zahl der Influenza-Infektionen aber weiter steigen. Vergangenes Jahr häuften sich die Fälle erstmals Anfang November. Üblicherweise erreicht die Welle im Januar und Februar ihren Höhepunkt. 2016 erkrankten in Dresden mindestens 1 148 Menschen, dieses Jahr waren es bereits 1 445. Laut Gesundheitsamt ist der Impfstoff bereits verfügbar. „In vielen Praxen wird er bestimmt auch schon angeboten.“ Neben dem Robert-Koch-Institut empfehlen die Krankenkassen die Spritze, vor allem für Ältere, Schwangere und chronisch Kranke sei diese ratsam, sagt Martin Morawietz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in der Neustadt. Wer sich in den nächsten Wochen impfen lasse, gebe seinem Körper genug Zeit, damit sich die schützende Wirkung des Impfstoffs entfalten könne.

Die Versicherer könnten die Schwere einer Grippeinfektion auch an den Fehltagen auf Arbeit ablesen. Mehr als sieben Tage seien sächsische Beschäftigte 2016 wegen Atemwegserkrankungen krankgeschrieben gewesen. Generell helfe ein starkes Immunsystem, das man mit ausreichend Schlaf, frischer Luft und ausgewogener Ernährung unterstützen könne, sagt Morawietz. Große Menschengruppen sollte man in der Erkältungszeit meiden und sich regelmäßig die Hände waschen.