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Freitag, 21.04.2017

Erich-Kästner-Preis geht an Dresdner Mediziner

Dresden. Der mit 10 000 Euro dotierte Erich-Kästner-Preis des Dresdner Presseclubs geht in diesem Jahr an den Mediziner Gerhard Ehninger. Er werde damit für sein vielfältiges Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und seine Verdienste um die Stadt Dresden gerade in der Anfangszeit der Pegida-Demonstrationen geehrt, teilte der Presseclub am Freitag mit.

Mit einem Konzert für Weltoffenheit habe er zusammen mit dem Verein „Dresden - the place to be“ im Januar 2015 ein wichtiges Zeichen gesetzt und sich gegen die Pegida-Demonstrationen positioniert, hieß es. Bilder davon seien europaweit ausgestrahlt worden und hätten für eine andere Wahrnehmung von Dresden gesorgt. Dem seien viele weitere Aktivitäten gefolgt. „Das ist gelebte Toleranz und praktizierte Völkerverständigung zugleich - zwei der wichtigsten Kriterien für die Vergabe des Erich Kästner-Preises“, so Bettina Klemm, Vorsitzende des Presseclubs.

Ehninger ist Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“. Der Spezialist im Bereich der Blutstammzellenforschung und Knochenmarktransplantationen sowie Gründer der Deutschen Knochenmarkdatei ist seit 1994 in Dresden tätig. Ehninger ist der 22. Träger des Preises. (dpa)