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Samstag, 13.02.2016

Ereignisprotokoll: Der 13. Februar in Dresden

19:40 Uhr: Wir beenden jetzt unser Ereignisprotokoll zum 13. Februar 2016. Einen zusammenfassenden Bericht zum Tag lesen Sie hier.

19:10 Uhr: Auch morgen gibt es noch eine Gedenkveranstaltung unter dem Titel „Kunst des Erinnerns“. Interessierte können sich dazu im Kulturrathaus an der Königstraße treffen. Von 15 bis 20 Uhr kann man sich mit Zeitzeugen und Künstlern unterhalten. Außerdem sind Workshops und weitere Angebote geplant.

19:00 Uhr: Unser Kamera-Reporter hat die Impressionen vom Tag in einem Video zusammengefasst. Es zeigt: Nur einmal kam es zu einer kleineren Rangelei an einem ansonsten friedlichen 13. Februar. Hier geht es zum Video.

Der Tag in Bildern

18:45 Uhr: Dresdens 13. Februar neigt sich nun seinem Ende. Wie jedes Jahr gibt es jetzt noch bis 22 Uhr vor der Frauenkirche ein stilles Gedenken, auf dem Neumarkt werden Kerzen angezündet. In der Trinitatiskirchruine beginnt 19 Uhr eine Gedenkandacht, gefolgt von einem literarisch-musikalischen Programm. In der Kathedrale beginnt um 20.30 Uhr ein ökumenischer Friedensgottesdienst, 21.30 Uhr findet in der Weinbergskirche Trachenberge ein Friedensgebet statt. Um 21.45 Uhr läuten noch einmal die Glocken aller Kirchen, danach beginnt in der Frauenkirche die „Nacht der Stille“ mit Musik und Gesprächen.

18:40 Uhr: Die Polizei war seit Freitag mit neun Hundertschaften präsent und sicherte die zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt ab. Heute waren 1 115 Polizisten im Einsatz, teilte die Behörde soeben mit. Die sächsischen Beamten wurden von Kollegen aus Thüringen und Brandenburg unterstützt.

18:35 Uhr: In der Innenstadt rollt der Verkehr jetzt wieder. Straßensperrungen sind aufgehoben und die rund 13 000 Menschen verteilen sich in der Stadt. Alles ist friedlich - auch am Altmarkt, wo noch immer Polizisten auf den von der AfD am Nachmittag niedergelegten Kranz aufpassen müssen.

18:15 Uhr: Die Menschenkette löst sich wieder auf. Nach Auskunft der Stadt haben etwa 13 000 Menschen teilgenommen. Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) reihte sich ein. Beide Elbseiten der Innenstadt wurden miteinander verbunden. Erstmals führte die Menschenkette in diesem Jahr auch durch den Zwinger und über den Theaterplatz vor der Semperoper.

18:03 Uhr: Die Lücken haben sich noch rechtzeitig geschlossen, die Menschenkette umringt unter Begleitung von Glockenläuten die Innenstadt. Mit der Aktion wollen die Dresdner ein Zeichen für ein Miteinander und gegen Krieg und Gewalt setzen.

17:50 Uhr: In gut zehn Minuten soll sich die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt schließen. So langsam füllt es sich entlang der Ufer, auf dem Theaterplatz halten sich Menschen bereits die Hände. Auf der Carolabrücke sind noch große Lücken, auch an anderen Stellen fehlen noch viele.

17:35 Uhr: Die abschließende Kundgebung des „Mahngangs Täterspuren“ auf dem Theaterplatz vor der Semperoper ist zu Ende.

17:15 Uhr: Bevor sich nachher die Menschenkette um die Innenstadt schließen soll, erinnert jetzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert in einer Rede am Hitzigbrunnen neben dem Rathaus an den Sinn dieser Gedenkveranstaltung und macht auf die Gefahren des Missbrauchs des historischen Datums aufmerksam. Hier ist die Rede im Wortlaut nachzulesen.

17:00 Uhr: Nachdem der Mahngang am Theaterplatz angekommen ist, werden nun die noch bestehenden Sperrungen aufgehoben. Erst gegen 18 Uhr wird es in der Innenstadt wegen der Menschenkette wieder Beeinträchtigungen für den Verkehr geben, teilt die Polizei auf Twitter mit.

16:55 Uhr: Der „Mahngang Täterspuren“ ist am Ziel angekommen. Der Demonstrationszug hat den Theaterplatz erreicht. Nun beginnt die Abschlusskundgebung.

16:30 Uhr: In der Kreuzkirche spielt die Philharmonie ein Gedenk-Konzert. Rund 1 100 Zuhörer sind gekommen. Die Kirche ist gut gefüllt, aber nicht voll.

16:20 Uhr: Während sich der Mahngang sukzessive seinem Ziel nähert, merkt man nur einen Häuserblock von der Demo entfernt nicht, dass heute der 13. Februar ist. Auf der Prager Straße herrscht die für Samstage übliche Dichte an Primark-Tüten. Geschäfte sowie Cafés sind gut besucht. Auf dem Altmarkt deutet lediglich eine Ansammlung von Polizisten, die den von der AfD niedergelegten Kranz beschützen, auf etwas Außerordentliches hin.

16:00 Uhr: Der von „Dresden Nazifrei“ angemeldete Demonstrationszug ist inzwischen am Rathaus angekommen. Alles verläuft freidlich. Dem Mahngang haben sich nun auch Hans Müller-Steinhagen (Rektor der TU Dresden), Rico Gebhardt (sächsischer Linken-Vorsitzender) und Stephan Kühn (Grüne, Bundestagsfraktion) angeschlossen.

15:28 Uhr: Der Mahngang setzt sich in Bewegung. Unterdessen sind noch Teilnehmer hinzugekommen. Nach SZ-Schätzung sind es jetzt mehr als 1 000 Menschen. Im vergangenen Jahr waren rund 2 000 dabei.

15:00 Uhr: Mit einer halben Stunde Verspätung beginnt die Demo-Veranstaltung „Mahngang Täterspuren“. Schätzungsweise etwa 700 Menschen sind jetzt vor Ort, weitere kommen noch hinzu.

14:55 Uhr: Der Mahngang kann noch nicht beginnen. Wie SZ-Reporter soeben mitteilen, fehlen dem Anmelder gegenwärtig noch Ordner zur Absicherung. Unterdessen mischt sich lokale Politik-Prominenz unter die Teilnehmer. Unter anderem sind Annekatrin Klepsch (Dresdner Kultur- und Tourismusbürgermeisterin, Die Linke) und Jens Matthis (Stadtrat, Die Linke) vor Ort.

14:40 Uhr: Kurz vor Beginn des „Mahngangs Täterspuren“ sind jetzt etwa 200 bis 300 Menschen an der HTW. Musik spielt, die Stimung ist entspannt.

14:30 Uhr: An der Ecke Strehlener Str./Fritz-Löffler-Str (HTW) startet in Kürze der vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ angemeldete „Mahngang Täterspuren“. Der Demonstrationszug führt über sieben Stationen. Es geht vorbei am Hauptbahnhof und weiter über die St. Petersburger Straße bis zum Pirnaischen Platz. Von dort aus wird der Zug in die Wilsdruffer Straße abbiegen und weiter zum Postplatz ziehen. Ziel ist der Theaterplatz. Die sieben Stationen sind frühere Schauplätze der NS-Herrschaft und stehen symbolisch für deren menschenverachtende Ideologie. Das Bündnis Dresden Nazifrei will mit ihrem Mahngang einem Opfer-Mythos entgegentreten.

14:20 Uhr: In der Stadt ist es nach Angaben der Polizei bislang ruhig geblieben. Auch das kurze Handgemenge auf der AfD-Demonstration ist nicht aus dem Rahmen gefallen. Nach bisherigen Informationen ist die Polizei heute mit etwa 1 000 Beamten aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg vertreten. Eine bestätigte Zahl wird es voraussichtlich am Abend im offiziellen Abschlussbericht geben.

13:30 Uhr: Die AfD beendet ihre Kundgebung. Die Lage ist entspannt, twittert die Polizei und bestätigt den Eindruck unserer Reporter vor Ort.

13:20 Uhr: Während sich auf dem Altmarkt AfD-Anhänger und linke Demonstranten gegenseitig belegen, wird am Haus an der Kreuzkirche friedlich gedacht. Etwa 100 Menschen erinnern bei einer Bürgerbegegnung für Frieden, Demokratie und Menschenrechte.

13:14 Uhr: Nachdem Matthias Scholz von der AfD-Jugend mit einer Rede begonnen hat, wird der linke Gegenprotest lauter. „Bomber Harris do it again“, ist zu hören. Ein Mann versucht noch in die AfD-Demo zu gelangen, um einen niedergelegten Kranz zu zertreten. Es gibt ein kurzes Handgemenge, dann wird der Mann jedoch von der Polizei festgehalten.

13:07 Uhr: Rund 30 linke Demonstranten protestieren gegen die AfD-Kundgebung. Ältere AfD-Anhänger empören sich und rufen „geht arbeiten“ oder „euch hat keiner erzogen“. Am Rande des Geschehens führt die Polizei Personenkontrollen durch.

13:00 Uhr: Jetzt bekommt die AfD-Kundgebung noch etwas Zulauf. Bis zu 300 Menschen stehen nach Schätzung eines Reporters vor dem Podium. Die Polizei sichert den Bereich ab.

12:50 Uhr: Um 13 Uhr, also in zehn Minuten, will die AfD auf dem Altmarkt mit einer Kundgebung beginnen. Die Rechtskonservatin rechneten mit 1 000 Teilnehmern. Aktuell stehen nach Angaben eines SZ-Reporters jedoch nur um die 20 bis 50 Personen vorm Podium.

11:10 Uhr: Die Gedenkveranstaltung am Heidefriedhof ist beendet.

10:45 Uhr: Superintendent Albrecht Nollau erinnert bei der Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof in berührenden Worten an die Bombennacht des 13. Februar und mahnt an, das Leid dieses Tages nie zu vergessen.

10:15 Uhr: Auf dem Heidefriedhof laufen jetzt etwa 100 Personen zum Ehrenmal, darunter Rössler und Ex-OB Herbert Wagner.

10:00 Uhr: Nur eine Frau ist mit dem Shuttlebus zum Äußeren Matthäusfriedhof gebracht worden. Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch ist mit weißen Rosen da.

9:55 Uhr: Auch Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) hat sich zu der Gedenkveranstaltung am Heidefriedhof eingefunden.

9:45 Uhr: Kranzniederlegung auf dem St. Pauli Friedhof. „Ich wünsche mir ein friedliches Gedenken, wo es um die Opfer geht, aber auch darum, wer diesen Krieg herbeigeführt hat“, erklärte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Samstagvormittag. Auf dem Friedhof erinnert eine Grabanlage an zwischen 1943 und 1945 umgekommene Kinder von Zwangsarbeitern.

9:30 Uhr: Am Rathaus startet ein Busshuttle, der die Mitfahrer zum Heidefriedhof, zur Kindergrabanlage am St.-Pauli-Friedhof, zum Urnenhain Tolkewitz, Äußeren Matthäusfriedhof, zur Gedenkstätte nach Pirna Sonnenstein, zum Güterbahnhof Neustadt und zum Leipziger Bahnhof bringt, wo die Jüdische Gemeinde an deportierte Juden erinnert.

9:15 Uhr: Frost liegt am frühen Sonnabendvormittag über den Gräber auf dem Heidefriedhof. Die Sonne quält sich durch die hohen Kiefern. Erstmals seit vielen Jahren verzichtet die Stadt auf eine offizielle Kranzniederlegung. Dennoch werden Mikrofone aufgebaut. Der Verein „Denk Mal Fort“ will eine Gedenkveranstaltung abhalten.

7:40 Uhr: Der 13. Februar 1945 ist für die Stadt ein historisches Datum. Den Verlauf des Schicksalstags und seine bis heute reichende Geschichte erzählt dieses umfangreiche Multimedia-Essay.

7:30 Uhr: Für die Menschenkette, die sich um 18 Uhr um die Innenstadt schließt, sind 11 000 Teilnehmer angemeldet. Weitere angemeldete Veranstaltungen sind:

  • „Mahngang Täterspuren“ ab 14.30 Uhr, angemeldet von „Dresden Nazifrei“
  • Stilles Gedenken vor der Frauenkirche zwischen 15 und 22 Uhr, organisiert von der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche
  • Kundgebung der rechtskonservativen AfD von 13 bis 14 Uhr
  • „Dresdner Friedenslauf“ ab 9 Uhr, Start ist in Pirna.
  • Die Grünen haben Kundgebung am Rathaus angemeldet

Genauere Informationen zu den Anmeldungen haben wir im Artikel „Dresden hofft auf ein friedliches Gedenken“ zusammengefasst.

7:15 Uhr: Die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg jährt sich zum 71. Mal. In der Stadt gibt es dazu heute mehrere Gedenkveranstaltungen. Am Abend soll sich wieder eine Menschenkette schließen. Hier fassen wir die Ereignisse des Tages zusammen.

7:00 Uhr: Mehrere hundert Menschen haben am Vorabend des Jahrestages der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Die Zusammenfassung und Fotos der Geschehnisse vom Freitagabend finden Sie in diesem Artikel.