Montag, 10.12.2012

Erdbeben erschüttert See vor Indonesien - Kein Tsunami

Jedes starke Erdbeben am Feuerring des Pazifiks weckt die Erinnerung an den Tsunami von 2004. Auch am Montag bebte dort wieder die Erde. Das Tsunami-Warnzentrum verwies indessen auf die geografischen Besonderheiten des Erdstoßes.

Berlin. Ein schweres Erdbeben hat die See vor der Küste Indonesiens erschüttert. Das Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam gab die Stärke der Erschütterung am Montag ebenso wie das Pazifische Tsunami-Warnzentrum (PTWC) mit 7,2 an. Das Beben ereignete sich laut GFZ in 164 Kilometern Tiefe in der Banda Sea nördlich von Australien.

Berichte über mögliche Schäden auf den umliegenden Inseln lagen zunächst nicht vor. Das PTWC des US-Wetterdienstes in Silver Springs gab keine Tsunami-Warnung heraus. „Dieses Erdbeben geschah zu tief in der Erde, um einen Tsunami im Indischen Ozean auszulösen", teilte das Warn-Zentrum mit. Die Erde bebte laut GFZ und PTWC um 16.53 Uhr Weltzeit, also 17.53 Uhr MEZ. In Indonesien herrschte tiefe Nacht, als der Meeresboden wackelte.

Die Region liegt am sogenannten Feuerring um den Pazifik mit mehreren Subduktionszonen. Verschiebungen entladen sich dort häufig mit Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Im April hatten zwei Beben der Stärke 8,6, und 8,2 die Westküste Sumatras in Indonesien erschüttert. Diese Beben hatten anders als die verheerende Tsunami-Katastrophe 2004 kaum Schäden angerichtet. (dpa)

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