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Donnerstag, 05.10.2017

Entwarnung für Schleifer Tanklager

Die Benzolbelastung auf dem ehemals von der Roten Armee genutzten Gelände sinkt weiter. Dauerhafte Schäden scheinen auszubleiben.

Aufatmen in Schleife: Die Belastung durch Benzol auf dem Gelände des ehemaligen Tanklager der Roten Armee ist weiter gesunken.
Aufatmen in Schleife: Die Belastung durch Benzol auf dem Gelände des ehemaligen Tanklager der Roten Armee ist weiter gesunken.

© André Schulze

Schleife. Die Benzolbelastung auf dem Gelände eines ehemaligen Tanklagers der Roten Armee auf Schleifer Gemeindegebiet ist in den letzten Jahren gesunken. Laut Bürgermeister Reinhard Bork sei bei einer turnusmäßigen Überprüfung der insgesamt neun Messstellen nur eine geringfügige Überschreitung der Messwerte festgestellt worden. Es sei erfreulich, dass offenbar keine dauerhaften Schäden zurückbleiben, so Bork gegenüber SZ.

Benzol ist giftig und krebserregend. Der erhöhte Gehalt auf dem sogenannten Muna-Gelände geht auf einen Ölteich zurück, der nach dem Abzug der Roten Armee 1993 entdeckt wurde. Nach der Beseitigung wird seit 2002 ein regelmäßiges Grundwassermonitoring durchgeführt. Die Messungen im Auftrag des Landkreises Görlitz werden aller fünf Jahre durchgeführt. Experten führen die Verbesserung der Situation auf natürliche Abbauvorgänge zurück, die durch die tagebaubedingte Fließrichtung des Wassers begünstigt werden.

Das Gelände liegt im Einzugsgebiet der ehemaligen Wasserfassung von Schleife. Das Wasserwerk existiert aber nicht mehr. Es musste dem Tagebau weichen. (SZ/sdt)