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Freitag, 21.04.2017

Entscheidung zu BRN gefallen

In den vergangenen Wochen wurde gezittert, ob die BRN 2017 überhaupt stattfindet. Jetzt ist klar, es darf gefeiert werden. Und zwar so:

Von Sarah Grundmann

Die Straßen in der Äußeren Neustadt waren bei der vergangenen Bunten Republik deutlich leerer als in den Vorjahren – dank neuer Regeln. Die bleiben auch 2017 erhalten. Und werden mitunter verschärft.
Die Straßen in der Äußeren Neustadt waren bei der vergangenen Bunten Republik deutlich leerer als in den Vorjahren – dank neuer Regeln. Die bleiben auch 2017 erhalten. Und werden mitunter verschärft.

© Sven Ellger

Dresden. Am dritten Juniwochenende werden wieder Zehntausende über die Straßen in der Äußeren Neustadt flanieren. In den vergangenen Wochen wurden sorgenvolle Stimmen laut: „Fällt die Bunte Republik Neustadt dieses Jahr etwa aus?“ „Warum kann man noch keinen Stand anmelden?“ Nun ist es so weit: Die Frist für die Händler läuft – und ist diesmal besonders kurz, die Ausschreibung kommt spät. Gerade einmal bis zum 5. Mai ist für die Antragsstellung Zeit. Grund für die späte Ausschreibung ist, dass das Ordnungsamt das Fest in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Straßenbauamt organisiert. Außerdem mussten die beiden Ämter das Sicherheitskonzept prüfen.

Im vergangenen Jahr wurden die Regeln für das Stadtteilfest verschärft. Und auch 2017 bekommt die Neustadt wieder eine Bürgersteig-Republik. So sind Stände im gesamten Gebiet nur auf den Fußwegen erlaubt, dürfen nicht einmal wenige Zentimeter auf die Fahrbahn ragen. Auf manchen Straßen gelten sogar noch strengere Auflagen. So dürfen Händler auf der Alaunstraße sowie auf Teilen der Böhmischen und der Sebnitzer Straße nur auf einer Seite stehen. Auf der Seifhennersdorfer Straße und einem Teil der Martin-Luther-Straße darf gar nicht aufgebaut werden.

Grund für die verschärften Regeln waren Sicherheitsbedenken. Denn Jahr für Jahr kommen nicht nur mehr Besucher zur BRN. Es werden auch mehr Stände angemeldet. Auf manchen Straßen mussten sich die Massen deshalb durch Engstellen pressen. Eine Sicherheitsanalyse der Veranstaltungsfirma Schröder, die auch das Dresdner Stadtfest organisiert, hat ergeben, dass teilweise sogar Lebensgefahr wegen Überfüllung herrschte. Besonders prekär war die Lage in Kreuzungsbereichen. Deswegen legt die Stadt hier nach. Schon im vergangenen Jahr sollten alle Kreuzungen im Festgebiet von Aufbauten frei gehalten werden. 2017 wird der Radius noch einmal erhöht, beträgt nun zwischen 10 und 15 Meter.

Die Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen war im Vorfeld der BRN 2016 groß: Von einer Ungleichbehandlung der Händler und einer weiteren Kommerzialisierung war die Rede. Denn die Stadt hat nur Einfluss auf den Standort eines Händlers genommen, nicht auf dessen Produkt. Für das Programm sei die Stadt nicht zuständig, sagte Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs. Dafür müsse es einen Gesamtveranstalter geben. Der findet sich allerdings bereits seit Jahren nicht mehr. Deswegen vergibt die Stadt sogenannte Sondernutzungserlaubnisse – ohne Blick auf das Programm.

Trotzdem waren die Stimmen nach dem Fest im vergangenen Jahr versöhnlich. Mehr Platz, weniger Gedränge. Und auch die Zahl der vielfach kritisierten Bierwägen ging zurück. Denn auf den Bürgersteig passen die nicht. Auch deswegen gibt es dieses Jahr wieder eine Bürgersteig-Republik.

Händler können die Erlaubnis online beantragen unter: www.dresden.de/brn