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Donnerstag, 05.10.2017

Entscheidung in sechs Wochen

Dresden. Das Schicksal der durch Abschiebung getrennten armenischen Familie aus Dresden beschäftigt die Härtefallkommission in Sachsen. Sie werde voraussichtlich Mitte November entscheiden, sagte ein Sprecher des Ausländerbeauftragten am Donnerstag. Zuvor hatten mehrere Zeitungen darüber berichtet. Es gehe um das Bleiberecht für Mutter und Tochter und die Aussichten auf Integration.

Die Eltern waren 2006 nach Deutschland gekommen und hatten sich als Iraker ausgegeben, was sich erst 2014 als unwahr herausstellte. Nach Ansicht der Landesdirektion hat das Ehepaar die Behörden jahrelang über ihre Identität getäuscht. Die drei in Deutschland geborenen Kinder haben wie die Eltern die armenische Staatsbürgerschaft.

Der 37 Jahre alte Vater sowie die sechs und acht Jahre alten Söhne waren Mitte September in die Heimat zurückgeschickt und die 34 Jahre alte Mutter wegen gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus gebracht worden. Die zehnjährige Tochter wurde als Vermisste gesucht. Laut der Mutter ist das Mädchen wohlbehalten bei Verwandten untergekommen, wie ein Sprecher der Dresdner Polizei sagte.

Den Fall hatte der Vorsitzende des sächsischen Flüchtlingsrates als Mitglied in die Härtefallkommission eingebracht. Es gebe auch Unterstützerschreiben, sagte der Sprecher des Ausländerbeauftragten. (dpa)