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Donnerstag, 05.10.2017

Elfe Taty erforscht die Wirkung von Pflanzen

Die Görlitzer Autorin Natascha Sturm will mit ihrem zweiten Buch nicht nur unterhalten.

Von Ines Eifler

Vor einem Jahr hat Natascha Sturm ihr Kinderbuch „Taty und Paul“ veröffentlicht. Jetzt hat sie ein neues geschrieben.
Vor einem Jahr hat Natascha Sturm ihr Kinderbuch „Taty und Paul“ veröffentlicht. Jetzt hat sie ein neues geschrieben.

© pawel sosnowski/80studio.net

Kann man Gänseblümchen wirklich essen? Auf dem Brot oder in der Suppe? Und wie schaffen es die kleinen Wiesenblumen, sich immer wieder aufzurichten, wie oft man sie auch tritt? Die kleine Elfe Taty weiß viel über Gänseblümchen, Melisse, Löwenzahn und andere Pflanzen, die jeder auf der Wiese findet. Und sie hat viele Ideen, wozu sie sich verwenden lassen. Schließlich ist sie selbst das Kind eines Gänseblümchens.

Taty kennen alle, die Natascha Sturms im vorigen Jahr in ihrem Neissufer-Verlag erschienenes Kinderbuch „Taty und Paul“ gelesen haben. Darin hatten der Junge Paul und die kleine Elfe Freundschaft geschlossen, jeweils die Welt des andern erkundet, einige Abenteuer erlebt und einen Umweltsünder entlarvt, der die Welt der Feen, Elfen und Zwerge gefährdet hatte. Paul hatte sich ganz nebenbei von einem ängstlichen in einen sehr mutigen Jungen verwandelt und war ein ganzes Stück dabei gewachsen. Schon in diesem Buch hatte die in Görlitz lebende Autorin viel Wissen über Kräuter und andere Pflanzen einfließen lassen und den jungen Lesern so ihre konkrete Umwelt nähergebracht. „Ich wünsche mir einfach, dass die Kinder eine Verbindung zur Natur herstellen“, sagt Natascha Sturm, „beim Spielen auf der Wiese wiederfinden, wovon sie lesen, und auch wissen, dass sie viele Pflanzen gut nutzen können.“

Natascha Sturm ist selbst Heil- und Phytopraktikerin und weiß deshalb viel über die Wirkung von Pflanzen: dass Melisse hilft, wenn man nicht schlafen kann, dass Spitzwegerich bei Insektenstichen guttut und dass Löwenzahn nicht nur im Garten unverwüstlich wächst, sondern auch dem Widerstandskraft verleiht, der ihn isst. So ist das Büchlein „Tatys kleine Kräuterfibel“ eine Mischung aus Geschichten- und Sachbuch. Die Autorin hat jedem Kräuterkapitel ein Gedicht über die wichtigsten Kräfte der Pflanze vorangestellt. Kleine Geschichten folgen, auch mal ein Märchen oder eine Sage und schließlich ein Rezept für Tee, Kräuteressig, Badezusatz oder Hautpflegemittel. Besonders ansprechend ist auch dieses Buch durch die liebevollen Illustrationen der Görlitzer Grafikerin Juliane Wedlich, die Taty einen Gänseblumenhut aufsetzt oder in Gänseblumen baden lässt.

„Tatys kleine Kräuterfibel“ ist aber nicht nur für Kinder gedacht. Natascha Sturm hat es für Menschen von 8 bis 88 Jahren geschrieben. Ab dem 19. Oktober ist es im Buchhandel erhältlich.