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Freital/Dipps Montag, 07.01.2013

Elektro-Notdienst wird nach zehn Jahren eingestellt

Aus Kostengründen streicht die Elektro-Innung im ehemaligen Weißeritzkreis den Bereitschaftsdienst.

Von Marleen Hollenbach

Wenn es plötzlich dunkel wird, dann kann schon mal die Elektroanlage defekt sein. Bisher war das für die Haushalte im ehemaligen Weißeritzkreis kein Problem. Mit einem kurzen Anruf war der Elektriker zur Stelle, auch dann, wenn der jeweilige Handwerksbetrieb eigentlich schon lange geschlossen hatte. Seit 2000 bot die Elektro-Innung diesen Bereitschaftsdienst an. Jetzt aber ist Schluss damit.

„Dieser Service hat sich für uns eigentlich schon lange nicht mehr gelohnt“, erklärt Gunter Göhler, Obermeister der Elektro-Innung. In der letzten Zeit hat er durchschnittlich vier bis sechs Einsätze im Jahr gezählt. Viel zu wenig, um den Elektrikern ein Bereitschaftsgeld zu zahlen. „Wenigstens zwei waren während des Notdienstes immer erreichbar“, sagt Göhler. Warum dieser Dienst nicht genutzt wurde, dafür hat der Innungsobermeister gleich zwei Gründe. „Zum einen sind die Systeme bedeutend sicherer geworden, gehen also so schnell nicht mehr kaputt. Zum anderen ist es natürlich auch das Geld, das die Kunden nicht zahlen wollen“, spekuliert er. Um Kosten zu sparen, würden die meisten Menschen einiges in Kauf nehmen. Allen anderen rät Gunter Göhler dazu, sich einen Elektriker in der Umgebung zu suchen. „Wer einen kennt, der hat bestimmt auch die Handynummer und kann im Notfall auch nach Feierabend noch anrufen“, erklärt Gunter Göhler.