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Dienstag, 15.05.2012

Elbepark ist größer, als Dresden erlaubt

Das Einkaufszentrum soll Verkaufsflächen nicht korrekt angegeben haben. Ein Gutachter muss klären, wie von den Vorgaben abgewichen wurde. Das Rathaus schließt einen Rückbau nicht aus.

Von Bettina Klemm

Dresden. Zwischen der Stadtverwaltung und dem Elbepark gibt es Streit um die Größe des Einkaufszentrums am Rande Dresdens. Die Stadt wirft dem Bauherrn Kurt Krieger vor, Kassenzonen, Wandregale, Umkleidekabinen und Rolltreppen in den Bauunterlagen nicht als Verkaufsfläche angegeben zu haben. So sei die genehmigte Verkaufsfläche für das sogenannte „zentrumsrelevante Sortiment“ überschritten worden, sagt Rathaus-Sprecher Karl Schuricht. Die Rede ist von 3.000 nicht genehmigten Quadratmetern, das entspricht etwa der Fläche von drei typischen Supermärkten. Die Zahl wollte Schuricht gestern aber nicht bestätigen.

„Wir haben nichts falsch gemacht“, sagt hingegen Andreas Uhlig, der Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft der Krieger-Immobilien. Er verweist auf unklare gesetzliche Vorgaben zur Verkaufsfläche. Die Stadt habe selbst bei einzelnen Bauprojekten unterschiedliche Maßstäbe angewandt. Uhlig räumt allerdings Gesprächsbedarf ein. Um die schwierige Frage zu klären, hat die Stadt einen Experten mit einem Gutachten beauftragt.

Schon 2010 hatte das Rathaus bemängelt, dass im Elbepark 952 Quadratmeter mehr als die vereinbarten 75.000 gebaut worden waren. Schließlich wurde dies aber als „unerheblich“ abgetan. Das sieht die Stadt nun anders. Ziel sei es, den vereinbarten Zustand wiederherzustellen, sagt der Rathaus-Sprecher. Man setze auf eine Einigung mit dem Bauherrn. Im schlimmsten Fall könne es auch eine Anordnung zur Teilstilllegung oder gar zum Rückbau geben.

Mehr zu den möglichen Konsequenzen für den Elbepark lesen Sie in der Dresdner Ausgabe der Sächsischen Zeitung oder hier bei SZ-Exklusiv.