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Freitag, 25.11.2016 03:00 Uhr

Eine Kinderstation mit viel Herz

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Assistenzärztin Aneta Horakova, Schwester Ulrike Kabik, Oberärztin Kathrin Reinhardt und Schwester Nicole Eis (v.l.n.r.) besprechen die weitere Behandlung der kleinen Patienten. | Foto: Joachim Rehle
Assistenzärztin Aneta Horakova, Schwester Ulrike Kabik, Oberärztin Kathrin Reinhardt und Schwester Nicole Eis (v.l.n.r.) besprechen die weitere Behandlung der kleinen Patienten. | Foto: Joachim Rehle
  • Assistenzärztin Aneta Horakova, Schwester Ulrike Kabik, Oberärztin Kathrin Reinhardt und Schwester Nicole Eis (v.l.n.r.) besprechen die weitere Behandlung der kleinen Patienten. | Foto: Joachim Rehle
    Assistenzärztin Aneta Horakova, Schwester Ulrike Kabik, Oberärztin Kathrin Reinhardt und Schwester Nicole Eis (v.l.n.r.) besprechen die weitere Behandlung der kleinen Patienten. | Foto: Joachim Rehle

Das Leben sucht sich seinen Weg. Und das nicht immer nach Plan. Und so begrüßen die Krankenschwestern und Ärzte auf der Kinder- und Jugendstation im Kreiskrankenhaus Weißwasser auch oft mitten in der Nacht einen neuen Erdenbürger. Bei einem Notkaiserschnitt, wie er in der Nacht anfällt, muss immer ein Kinderarzt dabei sein, erläutert Kathrin Reinhardt. Sie ist Oberärztin in der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin, spezialisiert auf die Versorgung Neugeborener und Frühchen, und vertritt heute Chefarzt Genné. Ein Team von drei Assistenzärzten und 16 Krankenschwestern sorgt mit viel Herz und Einsatz rund um die Uhr für Bereitschaft, Versorgung, Pflege, Operationen und Behandlungen der kleinen Patienten. „Wir haben im Jahr etwa 1000 stationäre Aufnahmen“, berichtet Kathrin Reinhardt. Hinzu kommen die etwa 350 Neugeborenen, die hier im Krankenhaus auf die Welt kommen und für die von den Kinderärzten die U1- und U2-Untersuchungen gewährleistet werden. Außerdem steht der Nachtdienst für Notfälle in Bereitschaft – typisch gerade jetzt in der kalten Jahreszeit seien zum Beispiel Pseudo-Krupp-Anfälle bei Kleinkindern, sagt die Oberärztin: ein bellender, trockener Husten, der Atemnot verursachen kann und gern gerade nachts auftritt. In schweren Fällen wissen sich Eltern dann oft keinen Rat mehr und rufen den Notarzt oder kommen gleich in die Notfallaufnahme. Herr Chefarzt Mathias Genné bietet außerdem im Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses eine ambulante Kinderarzt-Sprechstunde für die kleinen Patienten an.

Kinder brauchen Sicherheit – Eltern auch

Die Kinder- und Jugendstation des Krankenhauses Weißwasser übernimmt die Grundversorgung für Kinder und Jugendliche ab der Geburt bis zum 18. Geburtstag. Für die Teenager zum Beispiel gibt es ein gemütlich eingerichtetes Fernsehzimmer. „Bei jüngeren Patienten kann die Anwesenheit eines Elternteils oder einer anderen vertrauten Person das Wohlbefinden der Kinder erheblich steigern. Deshalb können Eltern von Kindern bis zum Grundschulalter bei uns im selben Zimmer wie ihr Kind übernachten“, erläutert Kathrin Reinhardt.

Liebevoll betreut werden die kleinen Patienten zum Beispiel von Schwester Ulrike. Heute hat sie Frühdienst, sechs Kinder sind auf der Station. Seit 1984 arbeitet sie hier im Krankenhaus Weißwasser und hat seitdem unzählige Kinder wieder mit gesund gepflegt. Seitdem gehört auch der ständige Wechsel der Schichten für sie zum Arbeitsalltag. „Eine Nachtschicht beginnt 21.45 Uhr und dauert bis 6.15 Uhr. In dieser Zeit geben wir zum Beispiel Medikamente, messen Puls und Temperatur, kümmern uns um Infusionen oder lagern und kühlen, wenn etwas gebrochen ist, füttern und wickeln Babys, wenn die Mütter es nicht können, und und und“, erzählt Schwester Ulrike. „Außerdem bereiten wir den nächsten Tag vor, erledigen Arbeiten, für die tagsüber keine Zeit ist. Das bedeutet unter anderem: Krankenblätter neu schreiben, das Behandlungszimmer für Blutabnahmen vorbereiten, Infusionen bereitstellen, Materialbestände wie Verbände und Medikamente prüfen und gegebenenfalls bestellen, aufräumen, saubermachen...“, zählt sie auf. Macht ihr der Beruf nach all den Jahren immer noch Spaß? „Ja“, sagt Schwester Ulrike. „Die Geburt eines Kindes ist immer etwas Schönes. Dafür nimmt man auch die Schichten in Kauf.“

Kreiskrankenhaus Weißwasser gGmbH

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