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Dienstag, 05.04.2016

Eine Chance für alle

Der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV) unterstützt Arbeitgeber bei der Ausbildung und Einstellung schwerbehinderter Menschen.

Die Gärtnerei Fröhlich aus Löbau bildet mithilfe des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen eine schwerbehinderte, junge Frau zur Gärtnerin im Gemüsebau aus.
Die Gärtnerei Fröhlich aus Löbau bildet mithilfe des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen eine schwerbehinderte, junge Frau zur Gärtnerin im Gemüsebau aus.

© Jörg Fröhlich

Mareike N. ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Und sie wird Gärtnerin im Gemüsebau. Das Integrationsamt hat ihren Arbeitgeber, die Gärtnerei Fröhlich in Löbau, mit rund 18 000 Euro gefördert. Angeschafft wurde davon ein spezielles Folienzelt, in dem die Auszubildende zum Beispiel Pflanzen pikiert. Jeder Arbeitgeber kann für die Ausbildung und Einstellung Schwerbehinderter unter bestimmten Voraussetzungen vom Integrationsamt des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen unterstützt werden.

1. Zuschüsse zu Gebühren der Kammern

Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten, die besonders betroffene schwerbehinderte Menschen ausbilden, können Zuschüsse zu den Gebühren, besonders Prüfungsgebühren, erhalten. Bei den Ausbildungsgebühren handelt es sich vor allem um Gebühren der Industrie- und Handelskammern oder der Handwerkskammern, etwa Abschluss-, Eintragungs- und Prüfungsgebühren. Die angefallenen nachgewiesenen Gebühren für eine Ausbildung können vom Integrationsamt in voller Höhe übernommen werden.

2. Prämien und Zuschüsse zu Ausbildungskosten

Betriebe erhalten Prämien und Zuschüsse zu den Ausbildungskosten, wenn sie behinderte junge Menschen ausbilden, die während der Ausbildung Schwerbehinderten gleichgestellt sind. Der Zuschuss wird als Pauschale von maximal 2 000 Euro pro Ausbildungsjahr gezahlt. Außerdem gibt es für jedes Ausbildungsverhältnis eine einmalige Prämie von 2 000 Euro. Zuschüsse und Prämie müssen bei einem Ausbildungsabbruch nicht zurückerstattet werden.

3. Förderung von Investitionen in Lehrstellen

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sogenannte Investitionskosten - unabhängig von der Behinderung

des Auszubildenden - als Förderung für den neu zu schaffenden Ausbildungsplatz zu beantragen. Arbeitgeber können Darlehen oder Zuschüsse anteilig zu den entstehenden notwendigen Kosten für die Schaffung neuer geeigneter - erforderlichenfalls behindertengerechter - Ausbildungsplätze erhalten.

www.ksv-sachsen.de