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Montag, 29.08.2016

Ein Sportler auf Abwegen

Am Dienstag ist Sven Hannawald Gast einer Podiumsdiskussion bei den Dresdner Meisterkurse Musik. Was macht er da?

Ex-Skispringer Sven Hannawald ist am Dienstag in Dresden zu Gast.
Ex-Skispringer Sven Hannawald ist am Dienstag in Dresden zu Gast.

© dpa

Dresden. Früher flog Sven Hannawald von Skisprungschanzen, gewann – bislang einzigartig – alle vier Springen einer Vierschanzentournee. Nach der Wintersportkarriere versuchte sich der inzwischen 41-Jährige auch im Motorsport und spielt in Promiteams Fußball für den guten Zweck. Doch dass Deutschlands Sportler des Jahres 2002 musikalisch bewandert sein könnte, vermuten wohl die Wenigsten.

Am Dienstag ist Hannawald dennoch zu Gast bei den von der Dresdner Hochschule für Musik veranstalteten Meisterkurse Musik. Bei der Podiumsdiskussion unter dem Titel „Von Winterreisen und Höhenflügen“ diskutiert der Sportler mit Prof. Dr. Hans-Christian Jabusch, dem Leiter des Instituts für Musikermedizin, und dem Pianisten Prof. Dr. Florian Uhlig zu Schneegestöber, Höhenangst, Ausdauertraining und Spurwechseln.

Die Veranstalter versprechen einen faszinierenden Einblick in das Leben und Wirken eines Spitzensportlers und einen interessanten Vergleich mit den „sportlichen“ und mentalen Herausforderungen, denen sich künftige wie gestandene Profimusiker stellen müssen.

Dazu hat sich Hannawald bereits vorab geäußert. „Ich kenne die bedingungslose Aufopferung, die physischen und psychischen Anstrengungen, wenn ich mich auf Wettbewerbe vorbereitet habe, ich weiß von dem Erwartungsdruck, der von außen kommt und den man auch an sich selbst stellt.“ Er könne sich also sehr gut vorstellen, „dass die Leistungsanforderungen an Musiker ähnlich hoch sind, wie bei uns Sportlern.“

Themen, die ihm dabei spontan einfallen, seien Disziplin und Motivation bis hin zur Karriereplanung im Zusammenhang mit Konkurrenzdenken, Vermarktung und der Umgang mit den Medien: „Ich bin gespannt darauf, welche Gemeinsamkeiten sich zwischen Musikern und uns Spitzensportlern noch alles auftun werden.“

Zu erfahren ist dies am Dienstag ab 19:30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule für Musik am Wettiner Platz. Der Zugang erfolgt über die Schützengasse, der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt zehn.

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