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Mittwoch, 26.04.2017

Ein Radweg ums Wohngebiet

Die Planer des Radweges und die Stadt haben sich abgestimmt. Das Wohnbaugebiet wäre sonst zerschnitten worden.

Von Sylvia Jentzsch

Das Areal rund um den ehemaligen Bahnhof gehört der Stadt Hartha. Sie will auf einem Teil ein Wohngebiet entwickeln. Auf dem ehemaligen Bahndamm entsteht ein Radweg zwischen Waldheim und Rochlitz. Um das Wohngebiet nicht zu „zerschneiden“, soll der Radweg am Ende des Gebietes einen kleinen Schwung bekommen.
Das Areal rund um den ehemaligen Bahnhof gehört der Stadt Hartha. Sie will auf einem Teil ein Wohngebiet entwickeln. Auf dem ehemaligen Bahndamm entsteht ein Radweg zwischen Waldheim und Rochlitz. Um das Wohngebiet nicht zu „zerschneiden“, soll der Radweg am Ende des Gebietes einen kleinen Schwung bekommen.

© Dietmar Thomas

Hartha. Es gibt eine Einigung. Der künftige Radweg zwischen Waldheim und Rochlitz weicht im hinteren Bereich des künftigen Wohnbaugebietes ein wenig von der Strecke ab. Die verläuft ansonsten im Bereich des ehemaligen Bahndamms. Abgestimmt haben sich die Planer, die im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) arbeiten, und die Stadtverwaltung. „Diese Anpassung war notwendig, weil der Radweg die sinnvolle Aufteilung des Wohngebietes verhindert hätte. So macht der Weg im hinteren Bereich einen kleinen Bogen“, sagte Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Der größte Teil des Harthaer Abschnitts bleibe jedoch auf dem ehemaligen Bahndamm. Das Ergebnis des Wertgutachtens liegt jetzt der Verwaltung vor. „Auf dieser Grundlage wird der Wert des Grundstücks ermittelt“, sagte der Bürgermeister. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für die Entscheidung der Stadträte sein. Entweder behält die Stadt das Gelände und setzt einen Erschließungsträger ein, oder die Kommune verkauft das Areal und der Investor kümmert sich um alles.

Ansonsten wird mit dem Erschließungsträger ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. Ist alles fertig, und die Grundstücke können veräußert werden, sind sowohl die Stadt als Grundstückseigentümer als auch der Erschließungsträger an den Einnahmen beteiligt. „Diese beiden Möglichkeiten werden zurzeit untersucht, um eine Vorzugsvariante zu finden. Entscheiden werden die Stadträte“, so Kunze. Die Stadt beabsichtigt, auf der Fläche des ehemaligen Bahnhofes ein Wohngebiet zu entwickeln.

Die Fläche ist knapp 20 000 Quadratmeter groß. Um die bürokratischen Voraussetzungen zu schaffen, dass das Wohngebiet „Am alten Bahnhof“ entstehen kann, soll ein Bebauungsplan der Innenentwicklung aufgestellt werden. Die Stadträte stimmten im Oktober der Aufstellung eines solchen Planes zu. Damit haben die Räte ihren Willen bekundet, dass auf dem Areal künftig Eigenheime stehen können. Auch mit dem potenziellen Investor seien schon Gespräche geführt worden, so Kunze. Wann es zu einem Beschluss komme, der festlegt, wie es weitergeht, kann der Bürgermeister nicht sagen. „Ich kann und will weder die Räte noch den Investor zu einer Entscheidung drängen“, sagte er.

Der Ausbau des ersten Abschnitts des Radweges von Waldheim nach Rochlitz sollte nach bisherigen Aussagen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in diesem Jahr starten. Ob dieses Vorhaben wirklich beginnt, entscheide sich erst im Spätsommer, so die Sprecherin des Lasuv. Dabei handelt es sich um den 8,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen Waldheim und Geringswalde.