Montag, 19.11.2012

Ein namenloses Yak erfreut die Kinder

Im Naturschutz-Tierpark Görlitz hat Yak-Kuh Selina eine Tochter bekommen. Diese ist nicht der einzige Neuling im Gehege.

Von Ingo Kramer

Vorige Woche brachte Yakkuh Selina im Tierpark ein gesundes, weibliches Kalb zur Welt. Es hat noch keinen Namen.  Foto: Naturschutz-Tierpark Görlitz
Vorige Woche brachte Yakkuh Selina im Tierpark ein gesundes, weibliches Kalb zur Welt. Es hat noch keinen Namen. Foto: Naturschutz-Tierpark Görlitz

Vom ersten Tag an ist es ein Liebling der Kinder: Das neue Yak-Kalb im Naturschutz-Tierpark Görlitz. „Mit seinem dicken Fell sieht es richtig plüschig aus“, sagt Zootierkuratorin Catrin Hammer. Geboren wurde das Kalb vorige Woche unter freiem Himmel in dem Gehege, das sich die Yaks mit Trampeltieren und Kaschmirziegen teilen.

Die Kälte schadet ihm überhaupt nicht: Ursprünglich stammen Yaks aus dem Himalaya und dort ist es auch oft kalt. „Bei den jetzigen Temperaturen fühlen sie sich richtig wohl“, sagt Catrin Hammer. Einen Namen hat das gesunde, weibliche Kalb nicht bekommen. Daran soll sich so schnell nichts ändern. In etwa einem Jahr wird es nämlich an einen anderen Tierpark, Zoo oder zu einem Privathalter abgegeben. „Es ist üblich, dass Yaks erst beim Empfänger einen Namen bekommen“, erklärt Catrin Hammer. Das Kalb ist nicht der einzige Neuling im Yak-Gehege. Anfang der Woche konnte die einjährige Yak-Kuh Anni nach vierwöchiger Quarantänezeit zu ihren Artgenossen ins Tibetdorf umziehen. Anni wurde im September 2011 im Zoo Cottbus geboren und kam im Oktober 2012 nach Görlitz. Mit ihrem schwarz-weiß gescheckten Fell mischt sie die Gruppe aus schwarzen und grauen Tieren farblich richtig auf.

Damit sind die Yaks wieder vollzählig. Der Tierpark hält nämlich schon seit langer Zeit immer drei Kühe und einen Bullen, die untereinander nicht verwandt sind. Die 13-Jährige Yak-Kuh Jana aber musste im September wegen Altersproblemen eingeschläfert werden. Als Ersatz für sie ist Anni gekommen. Gäste können beide Neuzugänge und alle anderen Tiere während der Wintermonate täglich von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit im Tierpark besuchen.

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