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Donnerstag, 14.09.2017

Ein echtes Thema für den Wahlkampf

Von Riesa zur A14 sollte der Verkehr längst auf der neuen B169 rollen. Tatsächlich ist das Verfahren auf dem Stand, auf dem es 2009 schon einmal war. Christoph Scharf über den Weiterbau der B169.

SZ-Redakteur Christoph Scharf.
SZ-Redakteur Christoph Scharf.

© Lutz Weidler

Auf der einen Seite stehen die Interessen einer Region: Zahllose Betriebe im Raum Riesa sind auf eine bessere Autobahnanbindung angewiesen. Pendler wollen schneller auf Arbeit kommen, Hunderte Dorfbewohner den Durchgangsverkehr vor ihren Häusern loswerden. Auf der anderen Seite stehen die Interessen der Landwirte, die wertvollen Boden abtreten sollen, die Ruhe der Menschen, denen die geplante Trasse näher ans Haus rückt, die Auswirkungen auf Trinkwassergebiete, Vögel, Fledermäuse, Eidechsen.

Sie alle müssen berücksichtigt und abgewogen werden. Idealerweise ziehen dabei alle am selben Strang – nach dem Motto: Wir brauchen eine neue Straße, lasst uns die am wenigsten schlimme Variante finden. Doch bei der B 169 entsteht der Eindruck, dass einige Gegner mithilfe von spezialisierten Kanzleien alle juristischen Mittel nutzen, um das Projekt zu Fall zu bringen.

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Das ist menschlich verständlich. Wer das ändern will, muss die Gesetze so anpassen, dass notwendige Bauprojekte nicht mit hergeholten Argumenten auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben werden können. Darüber entscheiden nicht zuletzt die Bundestagsabgeordneten – die sich gerade zur Wahl stellen.

Mail an Christoph Scharf