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Samstag, 07.10.2017

Ein Büro und viele Akten ziehen um

Ab sofort ist Ortsvorsteher Michael Heckel auf dem Hof Bockelwitz Nr. 3 anzutreffen. Dort muss noch einiges an den richtigen Platz.

Von Heike Heisig

Ortsvorsteher Michael Heckel in seinem neuen Büro auf dem Mehrseithof Bockelwitz Nr. 3. Zweimal in der Woche bietet er dort Sprechstunden an. Nach dem Umzug muss aber auch noch eine Menge verstaut werden.
Ortsvorsteher Michael Heckel in seinem neuen Büro auf dem Mehrseithof Bockelwitz Nr. 3. Zweimal in der Woche bietet er dort Sprechstunden an. Nach dem Umzug muss aber auch noch eine Menge verstaut werden.

© André Braun

Leisnig/Bockelwitz. Sechs Büroräume hat der frühere Bürgermeister und jetzige Ortsvorsteher von Bockelwitz Michael Heckel in den zurückliegenden Tagen ausgeräumt. Dabei ging es nicht nur um Mobiliar, sondern auch um Unterlagen. In mehr als zwei Jahrzehnten haben sich da ein paar Hunderte Meter Akten angesammelt. Ein Teil davon ist ins Stadtarchiv nach Leisnig geschafft worden. Doch Dutzende Ordner hat Heckel auch mitgenommen in sein neues Büro. Das befindet sich im Haupthaus des Mehrseithofes Bockelwitz Nr. 3. Im Erdgeschoss des Haupthauses kann er drei Räume nutzen.

In zwei davon stapeln sich im Moment noch die Akten. So ist alles an Ort und Stelle, was die Flurneuordnung betrifft. Um die kümmert sich Heckel in Personalunion: als Ortsvorsteher und auch als Vertreter der Stadt Leisnig. Die ländliche Neuordnung ist eine Art Steckenpferd Heckels. Deshalb betreut er die insgesamt drei Verfahren auch weiterhin gern. Alle 28 Ortsteile der ehemalige Gemeinde Bockelwitz sind noch in Flurneuordnungsverfahren eingebunden. Für Beratungen der Vorstände und Einzelgespräche gibt es ein separates Zimmer. Das war Heckel wichtig, damit die Verfahren ordnungsgemäß abgewickelt werden können.

In seinem neuen Büro muss noch vieles an seinen richtigen Platz gestellt werden. Und es kommen wieder mehrere Kalender an die Wände. Auch dafür hat der Sittener ein Faible. Eine Garderobe fehlt auch noch und eine Möglichkeit, Tee und Kaffee zu kochen. Wichtig ist ebenfalls noch ein Telefonanschluss. Der soll in den nächsten Tagen installiert werden.

Für die Bürger aus den neuen Leisniger Ortsteilen ist Michael Heckel ab sofort an zwei Tagen die Woche da, wenn diese Rat und Hilfe benötigen. „Was geht, können wir gleich vor Ort klären“, sagt der Ortsvorsteher. Ansonsten gebe der die Sorgen an die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Leisnig weiter. Die Sitzungen des Ortschaftsrates sollen hauptsächlich weiterhin in der Sozialküche in Sitten stattfinden. Damit hätten die meisten Ortschaftsräte kurze Wege. Kein Grund also, daran etwas zu ändern.

Der Umzug an sich war notwendig, weil die Stadt Leisnig das ehemalige Gemeindeamt in Bockelwitz, in dem der Ortschef bis vor Kurzem noch gearbeitet hat, verkaufen will. Eigentlich sollte das schon in der vergangenen Woche passieren. Allerdings hatte sich kurzfristig noch ein Interessent gemeldet, sodass die Absprachen im Ältestenrat nicht mehr aktuell waren. Daher sollen die beiden Kaufwilligen jetzt nochmals ein Angebot abgeben. Erst dann will der Stadtrat entscheiden.

Die Immobilie in Bockelwitz, Hauptstraße 36, war seit 1993 Sitz der Gemeindeverwaltung gewesen. Vorher wurde diese von der Verwaltung der Pflanzenproduktion Polkenberg genutzt. Die Gemeinde jedoch brauchte nach dem Zusammenschluss von Bockelwitz und Börtewitz 1991 sowie im Jahr darauf mit Naunhof größere Räume. 1999 kam noch die Gemeinde Polkenberg mit ihren Ortsteilen dazu. „Das Haus an der Hauptstraße hat sich angeboten.

Mit den Parkplätzen und dem Arzt in der unteren Etage war es ideal“, findet Heckel. Nicht selten waren Besucher erst Grippeschutzimpfen, danach nahmen sie eine Etage höher in der Gemeindeverwaltung gelbe Säcke mit und gaben Termine für Vereine bekannt.

Sprechstunden des Ortsvorstehers von Bockelwitz: dienstags von 8.30 bis 11.30 Uhr und donnerstags von 13.30 bis 15 Uhr. Fax: 034321 68074