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Elbtal Weinlauf

Ein Baustein, damit es reibungslos läuft

Wolfgang Heil und seine Mitstreiter vom DRK Meißen gehören zu den vielen ehrenamtlichen Helfern.

06.10.2017
Von Thomas Riemer

ein, damit es reibungslos läuft
Wolfgang Heil

© Claudia Hübschmann

Coswig. Rund 3 000 aktive Teilnehmer am Elbtal Weinlauf, dazu Partystimmung an zwei Tagen – das ist wahrlich kein Pappenstiel. Und doch ist es für Wolfgang Heil ein angespanntes, aber auch angenehmes Event an diesem Wochenende. Der 49-Jährige ist Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Meißen, der zum Weinlauf mit mindestens zehn ehrenamtlichen Kräften vor Ort sein wird. Ein vergleichsweise ruhiger Einsatz, glaubt Wolfgang Heil auch aus der Erfahrung der letzten Jahre heraus. Vielleicht ein umgeknickter Fuß, auch eine Kreislaufschwäche war schon mal dabei. Aber sonst eher ruhig. Für den DRK-Experten trotzdem eine lohnenswerte Sache. Denn gerade beim Elbtal Weinlauf „wächst unsere Jugend mit rein“, sagt er. Hier können die jungen DRK-Ehrenamtler Erfahrungen sammeln, was bei manchen anderen Veranstaltungen eher nicht möglich sei.

Zwischen März und November gibt es beinahe kein freies Wochenende für Wolfgang Heil und seine rund 40 Mitstreiter. Stadt- und Kinderfeste, vor allem aber auch Sportveranstaltungen sind ohne die Retter des DRK undenkbar. Ob Fußball, Turnen, Reit-, Motor- und Radsport, Speedskating, Gewichtheben oder eben auch Lauf- und Wanderevents – die „roten Schutzengel“ sind immer dabei.

Geplant wird dabei für ein ganzes Jahr. Denn bei der Vielzahl von Ereignissen im Elbland müssen die zur Verfügung stehenden Kräfte natürlich auch sinnvoll eingesetzt werden. Nicht selten kommen zusätzlich Anfragen befreundeter DRK-Verbände, erst jüngst halfen die Meißner bei der Absicherung eines Reitturniers nahe Belgern bei Torgau. Zudem müssen die Ehrenamtler natürlich regelmäßig geschult werden. Zweimal pro Monat sind dafür Dienstabende angesetzt, an jedem dritten Samstag außerdem eine Acht-Stunden-Ausbildung.

Doch ein Klagen hört man bei Wolfgang Heil nicht. Im Gegenteil. In der Event-Vorbereitung mit den jeweiligen Veranstaltern werde stets schon ein Großteil der Probleme ausgeräumt. Gerade im Vorfeld zahle sich aus, wenn man mit Feingefühl bei der Sache ist. Das spart Stress am Veranstaltungstag. Insbesondere die Sportvereine seien da auf Zack „und haben eine unheimlich gute Logistik“, so Heil.

Wenn alles läuft, dann haben die DRK-Frauen und -Männer auch durchaus die Gelegenheit, die Wettkämpfe zu verfolgen, Teilnehmer zu bestaunen, kleine „seelisch-moralische“ Hilfestellungen zu geben. „Wir sind ein Baustein, damit es reibungslos läuft“, fasst Wolfgang Heil zusammen.