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Dienstag, 02.08.2016

Eigentümer erfüllen Versprechen

Im Einkaufszentrum an der Badstraße wird jetzt gebaut. Als Erstes werden die Parkplätze auf Vordermann gebracht.

Von Jens Fritzsche

Nachdem mit der Defama aus Berlin das EKZ in Radeberg von einem neuen Eigentümer übernommen worden war, hatte der versprochen, als ersten Schritt die morschen Parkplätze zu sanieren. Das passiert jetzt.
Nachdem mit der Defama aus Berlin das EKZ in Radeberg von einem neuen Eigentümer übernommen worden war, hatte der versprochen, als ersten Schritt die morschen Parkplätze zu sanieren. Das passiert jetzt.

© Thorsten Eckert

Radeberg. Das Versprechen wird eingelöst. Die neuen Eigentümer des EKZ an der Badstraße in Radeberg hatten angekündigt, sich umgehend an Sanierungsarbeiten zu machen, die bei den vorangegangenen Eigentümern über Jahre liegengeblieben waren.

Ganz oben auf der Prioritäten-Liste der wichtigsten „Nachhol-Aktionen“ standen dabei die Parkplätze. Auf denen waren jede Menge Pflastersteine locker, es holperte und so mancher Nutzer stolperte auch. Das soll sich nun nach und nach ändern. Derzeit sind Bauleute damit befasst, die schlimmsten Stellen auf dem großen Parkplatz entlang der Einkaufspassage auf Vordermann zu bringen.

Im März hatte die SZ darüber berichtet, dass die Deutsche Fachmarkt AG (Defama) eigenen Angaben zufolge den Einkaufs- tempel für rund 5,5 Millionen Euro gekauft hatte. Die in Berlin ansässige Defama betreibt dabei deutschlandweit Einkaufszentren. Und Matthias Schrade – Chef des Unternehmens – hatte im Gespräch mit der SZ durchaus von Radeberg und dem Einkaufszentrum an der Badstraße geschwärmt. „Mit dem EKZ Radeberg konnten wir ein sehr gut im Markt positioniertes Objekt erwerben“, freute er sich. Radeberg sei generell ein sehr interessanter Standort, ist er überzeugt, mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten und der mit der höchsten Kaufkraft in ganz Ostdeutschland. Zudem verwies er darauf, dass die Einwohnerzahl Radebergs wächst – was ja durchaus ebenfalls für den Standort spreche. Zudem hatte sich die Defama nicht zuletzt für den Kauf des EKZ entschieden, weil die rund 13 600 Quadratmeter Nutzfläche zu immerhin 97 Prozent vermietet seien. Knapp 30 Läden gibt es hier bekanntlich, wobei die größten Zugpferde Aldi, Konsum, kik und auch der Baumarkt toom sind.

Die Defama setze dabei als Geschäftsmodell nicht auf Kauf und Wiederverkauf von Einkaufszentren, macht Matthias Schrade klar. „Sondern wir wollen die Objekte behalten, voranbringen und so Rendite erzielen“, beschreibt er. Und aus diesem Grund wollen die Berliner das EKZ mittelfristig auch ausbauen. Und eben kurzfristig zunächst mal all das reparieren, „was beim Vorbesitzer liegengeblieben war“. Gleichzeitig will das Unternehmen aber gemeinsam mit den Mietern ein Konzept erarbeiten, wie sich die Einkaufspassage künftig weiterentwickeln soll.