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Donnerstag, 05.10.2017

Eibau hat eine neue Straße

Mit der Umbenennung beendet die Gemeinde ein großes Durcheinander. Bald werden an der neuen Adresse auch neue Häuser stehen.

Von Romy Altmann-Kühr

Die Gemeinde Kottmar hat im Ortsteil Eibau einen Abschnitt der Jahnstraße in „Bergblick“ umbenannt.
Die Gemeinde Kottmar hat im Ortsteil Eibau einen Abschnitt der Jahnstraße in „Bergblick“ umbenannt.

© Rafael Sampedro

In der Gemeinde Kottmar gibt es eine neue Straße – zumindest einen neuen Straßennamen. Ein Abschnitt der Jahnstraße im Ortsteil Eibau wird umbenannt in „Bergblick“. Damit wolle man sich aber keinesfalls der Forderung der Deutschen Post beugen, die Straßen in der fusionierten Großgemeinde am Kottmar umzubenennen, damit sich keine Straßennamen doppeln, betonte Bürgermeister Michael Görke (parteilos) jetzt in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dort wurde der Beschluss über den neuen Straßennamen gefällt. Hintergrund ist, dass an der Jahnstraße ein neues Baugebiet erschlossen worden ist. Das Wohngebiet für den Bau von Eigenheimen liegt am Ende der Jahnstraße hinter der Gewichtheberhalle in Richtung Kottmar-Berg. Hier werden demnächst die ersten Familien bauen – und brauchen daher eine Adresse. Die Jahnstraße sei aber ohnehin schon sehr lang und in diesem Bereich verzweigt, erklärte Bürgermeister Görke das Problem. In Navigationsgeräten sei sie schwer zu finden. Ein weiterer Aspekt: das Wohngebiet soll noch erweitert werden. Denn das alte Damino-Werk an der Jahnstraße möchte die Gemeinde gern abreißen, sobald alles geklärt ist und dafür Geld zur Verfügung steht. „Dort wird noch einmal ein großes Baufeld entstehen“, so Görke. Um dann nicht mit unzähligen Buchstaben-Zusätzen für die Adressen der neuen Häuser in den Adressen zu hantieren und bessere Orientierung zu schaffen, entschied sich die Gemeinde zu der neuen Straßenbezeichnung.

Drei bestehende Wohnhäuser sind von der Namensänderung betroffen. Die Anwohner seien aber über das Vorhaben der Gemeinde informiert worden und hätten nichts dagegen, so Görke. Letztlich handelt es sich ohnehin nur um zwei private Hausbesitzer. Das dritte betroffene Gebäude ist die Gewichtheberhalle. Die Gemeinde sichert zu, dass sie bei entsprechendem Nachweis für die Kosten der Adressen-Ummeldung aufkommt. Mit der Nummerierung an der neuen Straße „Bergblick“ werde „oben“, also am Fuß des Kottmars begonnen, erklärt Görke. Das sei günstiger als anders herum, weil man ja noch nicht wisse, wie viele neue Häuser entstehen werden. Die Baugrundstücke könnten dann der Reihe nach nummeriert werden.