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Reichenbach Dienstag, 22.01.2013

Eckhaus am Markt soll saniert und nicht abgerissen werden

Der Eigentümer will die Arbeiten dieses Jahr in Reichenbach umsetzen. Die Volksbank wartet schon drauf, dort bald einzuziehen.

Von Constanze Junghanß

Das Eckhaus am Markt/Löbauer Straße vor seiner Sanierung. Hier will noch dieses Jahr die Volksbank einziehen. Foto: Constanze Junghanß
Das Eckhaus am Markt/Löbauer Straße vor seiner Sanierung. Hier will noch dieses Jahr die Volksbank einziehen. Foto: Constanze Junghanß

Zieht die Geschäftsstelle der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien tatsächlich an den neuen Standort am Marktplatz? Diese Frage beschäftigt die Einwohner der Stadt sehr. Denn bisher hat sich am Eckhaus Löbauer Straße/Markt noch nichts getan. Das Geldinstitut will in das Eckhaus ziehen. Der Mietvertrag mit dem Investor liegt vor. Am jetzigen Standort im Gewerbegebiet an der Löbauer Straße hat die Bank den Mietvertrag zum Jahresende bereits gekündigt. Seit 2004 ist sie hier ansässig.

Befürchtungen der Reichenbacher werden laut, dass sich der Investor verspekuliert haben könnte. Jens Träger, der das Haus gekauft hat, schiebt diesen Gerüchten energisch einen Riegel vor: „Das Objekt wird saniert“, sagt er. Noch sei Zeit, die Pläne umzusetzen. Da das Eckhaus unter Denkmalschutz stünde, dürfe es nicht abgerissen werden. Eine Sanierung unter den Aspekten des Denkmalschutzes sei deshalb vorgeschrieben, betont der Eigentümer.

Allerdings gab es hier wohl einiges Hin und Her. Im September des Vorjahres ging die Stadt Reichenbach von einer Sanierung des Gebäudes aus. Einen Monat später war aber vom Abriss des Hauses die Rede. Denn in der Stadtratssitzung im Oktober stimmte das Gremium einem Abbruchkostenzuschuss „zur Beseitigung des Hauptgebäudes Markt 27“ zu. So steht es in der öffentlichen Bekanntgabe der Beschlüsse der Stadt.

Jetzt hat sich das Blatt aber wieder gewendet: „Alle notwendigen Schritte zur Sanierung wurden eingeleitet“, sagt Jens Träger. Er schätzt die Zeitspanne zur Fertigstellung des Hauses als realistisch ein. Davon geht auch die Bank aus. „Nach aktuellem Stand soll der Umzug Ende 2013 erfolgen“, sagt Sven Fiedler. Die Volksbank wartet bereits darauf. Nach Information des Vorstandes will die Bank zum geplanten Netto-Einkaufsmarkt in Marktplatznähe, um den Standortvorteil zu nutzen.

Dass die Sanierungsarbeiten längere Zeit in Anspruch nehmen könnten, davon geht Sven Fiedler nicht aus. Der Investor habe noch gut zehn Monate bis zum Mietbeginn Zeit. Doch was passiert, wenn die Pläne nicht eingehalten werden können? „Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien wird sich nicht aus Reichenbach zurückziehen“, verspricht Sven Fiedler. Immerhin werden in der Geschäftsstelle über 2 000 Kunden betreut.

Im Geschäftsgebiet stehen den rund 30 000 Kunden der Volks- und Raiffeisenbank Niederschlesien insgesamt 17 Geschäftsstellen zur Verfügung.